Werkstatt Golf kaputt? Fragen und Antworten zum Thema Reparatur

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Alt 26.02.2019, 15:13 #1
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DJlax5 DJlax5 ist offline
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Standard Motor läuft nicht rund, nimmt kein Gas an, extrem tiefes Motoreggeräusch

Hallo zusammen!

Ich bin bei der Reparatur meines Golfes so langsam am Verzweifeln.
Zunächst mal mein Golf:
Golf 3, 1997, 100700km
1,39L 1H1 44 KW
AEX (Das steht so zumindest auf dem Serviceheft)

Nun zu meinem Problem:
Seit geraumer Zeit ruckelte der Motor, direkt nach dem Starten. Ich habe dann immer 2 min gewartet, das Ruckeln verschwand und ich konnte ganz normal fahren. Ich habe das immer auf eine verrußte Zündkerze geschoben und ignoriert.

Vor 3 Wochen ungefähr habe ich feststellen müssen, dass er immer weniger Leistung hat. Das war so auffälig, dass ich es reparieren wollte, nur da kam mir mein Auto zuvor und ich blieb liegen. Ich bin ganz normal gefahren, habe die Kupplung zum Schalten getreten und er ist einfach ausgegangen. Ich habe dann versucht ihn wieder zu starten, hat auch immer geklappt nur ist er nie auf die Leerlaufdrehzahl hochgekommen und immer wieder nach ~5 Sekunden ausgegangen.
Nun steht er wieder in meiner Einfahrt und zwingt mich ihn zu reparieren

In meiner Einfahrt hab ich dann noch mal versucht ihn zu starten. Er sprang an, nahm aber überhaupt kein Gas mehr an (nur sehr sehr mühsam) und sobald ich wieder vom Gas gegangen bin, ist er ausgegangen. Da ich ja sowieso den Verdacht auf die Zündkerzen hatte, habe ich die erst mal erneuert. Keine Änderung.
In meiner Internetrecherche habe ich noch andere gefunden, die ein sehr ähnliches Problem hatten. Dort war die Lösung: Zündspule.
Also um gleich alle Zündprobleme auszuschließen, habe ich Folgendes ausgetauscht:
Zündspule, Zündkabel, Verteilerkappe, Verteilerfinger.

Überhaupt keine Veränderung. Ich habe ihn zuerst ohne Luftfilter gestartet, um zu sehen, ob er läuft. Erneut, sprang sofort an, Gas geben macht so gut wie keine Drehzahländerung, ändert nur das Motorengeräusch. Er klingt beim Gasgeben wie ein Schiffsdiesel oder Traktor.... Und sobald man vom Gas geht, geht innerhalb der nähsten 5-10 Sekunden aus.
Einfach, damit ich nicht so viel Bauteile rumliegen hatte, habe ich den Luftfilter wieder montiert und einfach noch mal gestartet. Einfach so, aus Verzweiflung..
Und er sprang gar nicht an!
Mein neuer Verdacht war der Luftfilter. Ich habe ihn also aufgemacht und reingeschaut, ob man da vielleicht etwas besonders sieht. Er ist jetzt nicht der sauberste Luftfilter, aber scheint noch in Ordnung zu sein.
Ich weiß nicht, was es ist, aber innerhalb des Luftfilterrings ist so ein kleiner Stopfen. Von diesem kleinen Stopfen läuft ein kleiner Rinnsaal zur Drosselklappe. Was genau das war, weiß ich nicht. Ich vermute mal Benzin.
Und siehe da: Ohne Luftfilter springt er an, aber wieder das klägliche Verhalten, wie ich schon oben beschrieben habe.

Jetzt seid ihr dran: Woran könnte das liegen?

Ich habe keine Ahnung und ich wüde gerne nach Rat fragen, bevor ich Stück für Stück mein Auto erneuere.

Ich bin für jede Idee dankbar!

Grüße
DJLax5



Geändert von DJlax5 (26.02.2019 um 15:17 Uhr)
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Alt 26.02.2019, 15:31 #2
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Hallo!

Hat Du mal den Fehlerspeicher des Motorsteuergerätes ausgelesen? Wenn nicht, würde ich das als erstes machen (lassen). Selbst wenn nichts drin steht, ist das eine wertvolle information.

Freundliche Grüße
Teletubby
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Christian Lammers (26.02.2019), DJlax5 (26.02.2019)
Alt 26.02.2019, 15:37 #3
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Ok, danke! Ich wusste gar nicht, dass der Golf sowas hat ;P

Dann werde ich das mal die Tage machen.
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Alt 03.03.2019, 11:44 #4
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Hallo noch mal!

Also ein Kollege hat ein Kabel mit entsprechender Software gehabt.
Ich habe nun weitere Tests gemacht und den Fehlerspeicher ausgelesen.
Im Fehlerspeicher stand tatsächlich ein Fehler:
Lamda-Regelung: Regelgrenze unterschritten.

Ich habe den Fehler mal einfach gelöscht und ihn angelassen. (Ohne irgendwelche Modifikation, ganz normal. Er sprang ganz normal an und hat weiterhin, wie schon eigentlich Monate davor geruckelt. Schwierig zu beschreiben.. Aber auch wie die Monate davor, verschwand das, sobald er warm wurde. Er hat dann eigentlich auch wieder ganz normal Gas angenommen und ich habe gleich eine Probefahrt gemacht. Mit meinem Laptop auf dem Schoß des Kollegen.

Die ersten 200m waren total unauffällig, überhaupt nichts zu erkennen. Der Lamda-Faktor des Motorsteuergerätes ist beim Gas geben auf so ~0,7 abgefallen und hat sich meist auf knapp unter 1,0 wieder erholt. Er ist niemals über 1 gegangen.
Nach den 200 Metern hat er wieder das Gas extrem schlecht angenommen, hat überhaupt keine Kraft mehr gehabt. Und er ist wieder, wie oben beschrieben, etwas später danach einfach ausgegangen. Hat sich aber selber wieder angeschoben und lief dann wieder mehr schlecht als recht in meiner Einfahrt. Zu diesem Zeitpunkt ist wieder der gleiche Fehlercode in den Fehlerspeicher gekommen.
Kann es sein, dass der Motor einfach in den Notlauf wechselt und deswegen so schlecht läuft?
Was könnten die Ursachen sein? Liefert die Lamda-Sonde falsche Werte, oder schafft es die Regelung nicht, das Luft/Kraftstoffgemisch aus anderen Gründen richtig zu regeln?
Es ist mir aufgefallen, dass er besonders stark nach Abgasen/Benzin riecht. Das könnte aber vielleicht auch meinem kleinen Loch kurz vorm Endtopf geschuldet sein...

Erneut: Ich bin für jede Hilfe dankbar!

Gruß
DJLax5

P.S.: Das beschriebene extrem tiefe Motorengeräusch ist bei meiner Versuchsreihe kein einziges Mal aufgetreten. Mechanische Selbstheilungskräfte?

P.P.S.: In der Software (CarPort) habe ich 3 Temperatursensoren auslesen können. 2 waren immer identisch und eigentlich zu kalt für die tatsächliche Umgebungstemperatur... (Bei kaltem Motor natürlich!)
Habe dem aber keine genaue Aufmerksamkeit geschenkt, deswegen kann ich dazu nichts Weiteres sagen.

Geändert von DJlax5 (03.03.2019 um 11:47 Uhr) Grund: Die Umlaute wurden alle durch seltsame Zeichen ersetzt, hab das mal korrigiert...
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Alt 03.03.2019, 12:02 #5
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Leider kenne ich mich nicht mit dem AEX aus, aber ein Lambdawert voon 0,7 ist viel, VIEL zu niedrig. Der sollte immer bei knapp unter 1 liegen. Bei 0,7 bekommt der Motor erheblich zu viel Benzin. Auch beim Gas geben sollte der Wert nicht so stark absacken. Effektiv passt das aber auch zum Fehlercode: Regelgrenz eunterschritten. Das Steuergerät versucht schon so wenig Benzin wie nur möglich einzuspritzen aber der Motor läuft noch immer zu fett.

Ich kenne ein recht ähnliches Verhalten von meinem ADY, da war der Wassertemperatursensor hinüber und hat im kalten Zustand auch zu niedrige Werte geliefert. Und da du sagst, dass das Steuergerät auch zu niedrige Temperaturwerte erhält, könnte das durchaus auch daran liegen. Leider weiß ich nicht, wo bei dem Motor der Sensor sitzt. Aber wenn du ihn findest: Einfach mal Stecke abziehen. Gar keine Werte sind vielleicht besser als falsche Werte.
Weitere Möglichkeit: Lambdasonde abstecken und auch nochmal testen.

EDIT: Auch wenn es recht unwahrscheinlich ist, läge es auch im Bereich des Möglichen, dass die Einspritzdüsen hängen oder nicht richtig dicht schließen. (Weiß grade nicht genau, wie der AEX aufgebaut ist. Eine Einspritzdüse oder mehrere?)

Geändert von firun (03.03.2019 um 12:07 Uhr)
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DJlax5 (03.03.2019)
Alt 03.03.2019, 12:59 #6
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Hallo firun!

Ich habe mich gleich mal auf die Suche gemacht!

Wie meine Einspritzung funktioniert, keine Ahnung
Ich kann dir nur sagen, neben den Zündkerzen ist pro Zylinder noch mal ein Stecker an dem, was nach meiner Leihenmeinung, nach den Einspritzdüsen aussieht.

Ich beschreibe mal, was ich gerade getestet habe.
Motor aus und kühlt seit mindestens 12h ab, tatsächliche Außentemperatur ~10-12°.
Ich habe die Software gestartet und mal die Werte angeschaut.
Im Messwertblock 1, 3 und 7 habe ich die drei Temperatursensoren. Messwertblock 1 und 7 zeigen immer das Gleiche an. Zu diesem Zeitpunkt Messwertblock 1 und 7: -16,8°C und Messwertblock (MWB) 3: 12°C.
Mit ungefähr 0,2°C/Sekunde sind die Werte von MWB 1 und 7 angestiegen.

Ich weiß die Lamda-Sonde muss erst warm werden, dennoch zu Vollständigkeit:
Ich kann auch 3 Lamda-Faktoren auslesen. In MWB 5,6 und 9. Der Lamda-Faktor in MWB 6 blieb immer, egal was ich folgend noch gemacht habe, auf 0,95.
Zu diesem Zeitpunkt: Lamda-Faktor in MWB 5 = 1,0 und in MWB 9 = 0,77.

Als die zwei Temperatursensoren bei ~-10° angekommen waren, habe ich den Motor angelassen. Sprang an, wieder das beschriebene Ruckeln, was nach ~ 2min verschwand.

Direkt nach dem Anlassen sprang der Lamda-Faktor in MWB 9 auf 1,0, die Temperatursensoren waren unverändert und stiegen mit gleicher Geschwindigkeit an. Gas geben ging ganz normal, auch hier keine besondere Änderung der Werte festzustellen.
Dann habe ich den Temperatursensor im laufenden Betrieb ausgesteckt. Zu dem Zeitpunkt haben waren alle drei Sensoren bei 12°C.
Direkt durch das Abstecken sind die Temperatursensoren in MWB 1 und 7 auf 84,4° angesprungen. MWB 3 blieb auf 12°. Hier keine Veränderung im Motorleerlauf.
Nun habe ich Gas gegeben und den Motor bei ~2000rpm gehalten. Bei konstantem Gaspedal ist die Drehzahl auf 2150 hoch, eine halbe Sekunde später auf 2000, wieder eine halbe Sekunde später wieder auf 2150 und so weiter, hoch und runter im Sekundentakt. Die Drehzahländerung habe ich auch gehört. Von dem Zeitpunkt an ist der Lamda-Faktor in MWB 9 abgefallen, als er bei 0,8 war, bin ich vom Gas, die Drehzahl ist gefallen und er ging aus. Einfach aus, ohne Stottern oder Ähnliches.
Ein Fehlercode ist aufgetaucht: "Geber für Kühlmitteltemperatur Unterbrechung/Kurzschluss nach Plus."

Leider muss ich jetzt weg und kann jetzt nicht weiter testen... Aber vielleicht hilft irgendjemanden dieser kleine Ausschnitt meiner winzigen Versuchsreihe.

Vielen Dank für eure Hilfe!

Grüße
DJLax5

P.S. Also den Temperatursensor werde ich ganz sicher austauschen. Darunter ist es feucht und aus ihm kommt Kühlflüssigkeit!
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Alt 03.03.2019, 13:32 #7
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Zitat:
Zitat von DJlax5 Beitrag anzeigen
Im Fehlerspeicher stand tatsächlich ein Fehler:
Lamda-Regelung: Regelgrenze unterschritten.
Für diesen Fehler gibt es nach meinen Unterlagen drei mögliche Ursachen:

1) Kraftstoffdruck zu hoch
2) Einspritzventil(e) defekt
3) Lambdasonde defekt

Zitat:
Zitat von DJlax5 Beitrag anzeigen
Aber auch wie die Monate davor, verschwand das, sobald er warm wurde. Er hat dann eigentlich auch wieder ganz normal Gas angenommen und ich habe gleich eine Probefahrt gemacht.
Zitat:
Zitat von DJlax5 Beitrag anzeigen
Die ersten 200m waren total unauffällig, überhaupt nichts zu erkennen. (...) Nach den 200 Metern hat er wieder das Gas extrem schlecht angenommen, hat überhaupt keine Kraft mehr gehabt. Und er ist wieder, wie oben beschrieben, etwas später danach einfach ausgegangen.
Das ist für mich jetzt erstmal widerpsrüchlich. Läuft der Motor kalt besser oder warm besser? Oder eigentlich immer gleich schlecht?

Zitat:
Zitat von DJlax5 Beitrag anzeigen
Der Lamda-Faktor des Motorsteuergerätes ist beim Gas geben auf so ~0,7 abgefallen und hat sich meist auf knapp unter 1,0 wieder erholt. Er ist niemals über 1 gegangen.
Ich denke, Du hast hier nicht den Lambda-Faktor ausgelesen, sondern die Lambda-Spannung (in Volt). Und diese sollte (bei warmem Motor) regelmäßig zwischen 0,1V und 0,9V hin und her pendeln. Nach dem Fehlercode zu urteilen und dem was Du hier beschreibst, tut sie das aber nicht, sondern sie hängt immer bei über 0,45V (das wäre Lambda = 1) und damit läuft der Motor durchgehend zu fett. Das würde dann auch den Eintrag im Fehlerspeicher erklären.

Zitat:
Zitat von DJlax5 Beitrag anzeigen
Kann es sein, dass der Motor einfach in den Notlauf wechselt und deswegen so schlecht läuft?
Was könnten die Ursachen sein? Liefert die Lamda-Sonde falsche Werte, oder schafft es die Regelung nicht, das Luft/Kraftstoffgemisch aus anderen Gründen richtig zu regeln?
Sollte die Sonde das Problem sein kannst Du dies prüfen, indem Du die Lambdasonde für einen kurzen Test einfach mal absteckst und während einer Probefahrt prüfst, ob sich eine Veränderung einstellt.
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DJlax5 (03.03.2019)
Alt 03.03.2019, 15:01 #8
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Hallo Christian!

Meine Aussage

Zitat:
Zitat von DJlax5 Beitrag anzeigen
Aber auch wie die Monate davor, verschwand das, sobald er warm wurde.
bezog sich auf das Ruckeln beim kalten Motor. Die Ausdrucksweise "sobald er warm wurde" ist falsch, bzw. ungenau, sorry!
Also starte ich den Motor, kalt ruckelt er etwas, (das ist aber schon lange so), aber das verschwindet sobald er 1-2 min gelaufen ist. Da ist er ja aber noch nicht auf Betriebstemperatur! Danach habe ich die Probefahrt gemacht, die die ersten 200m gut lief und danach schlecht.
Also warm läuft er schlechter und nur wenn er "Eiskalt" ist, ruckelt er kurzzeitig. Mein Bauchgefühl sagt mir das sind 2 unterschiedliche Baustellen, habe das hier aber einfach zur Vollständigkeit angegeben.

Zitat:
Zitat von Christian Lammers Beitrag anzeigen
F
Ich denke, Du hast hier nicht den Lambda-Faktor ausgelesen, sondern die Lambda-Spannung (in Volt). Und diese sollte (bei warmem Motor) regelmäßig zwischen 0,1V und 0,9V hin und her pendeln. Nach dem Fehlercode zu urteilen und dem was Du hier beschreibst, tut sie das aber nicht, sondern sie hängt immer bei über 0,45V (das wäre Lambda = 1) und damit läuft der Motor durchgehend zu fett. Das würde dann auch den Eintrag im Fehlerspeicher erklären.
Das kann absolut sein! Ich habe die Software zum ersten Mal benutzt und auch keine Anleitung oder Ähnliches
Ich werde wahrscheinlich erst morgen zu der Probefahrt kommen. Ich werde dann Berichten. Hast du irgendwelche Tipps worauf spezifisch ich achten sollte? Sonst schau ich einfach mal was ich so feststelle

Vielen Dank für Eure Hilfe!! Ich bin zuversichtlich, dass wir das wieder hinbekommen

Grüße
DJlax5

Geändert von DJlax5 (03.03.2019 um 15:06 Uhr)
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Alt 03.03.2019, 16:03 #9
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Zitat:
Zitat von DJlax5 Beitrag anzeigen
Messwertblock 1 und 7 zeigen immer das Gleiche an. Zu diesem Zeitpunkt Messwertblock 1 und 7: -16,8°C und Messwertblock (MWB) 3: 12°C.
Die 12°C gehören dann zum Sensor für die Temperatur der Luft im Saugrohr. Und die -16,8°C zum Sensor für die Kühlmitteltemperatur. Letzterer ist dann tatsächlich defekt und gibt somit eine falsche Information an das Steuergerät weiter. Den Temperatursensor würde ich dann jetzt, solange er noch nicht ausgetauscht ist, abstecken und auch abgesteckt lassen.

Zitat:
Zitat von DJlax5 Beitrag anzeigen
Nun habe ich Gas gegeben und den Motor bei ~2000rpm gehalten. Bei konstantem Gaspedal ist die Drehzahl auf 2150 hoch, eine halbe Sekunde später auf 2000, wieder eine halbe Sekunde später wieder auf 2150 und so weiter, hoch und runter im Sekundentakt. Die Drehzahländerung habe ich auch gehört.
Das ist grundsätzlich erstmal die funktionierende Lambdaregelung, die hier versucht, eine Störgröße auszuregeln. Dem würde ich persönlich aber erst dann weiter nachgehen, wenn der Sensor für die Kühlmitteltemperatur getauscht ist und das Steuergerät wieder mit richtigen Informationen versorgt wird.

Zitat:
Zitat von DJlax5 Beitrag anzeigen
Ein Fehlercode ist aufgetaucht: "Geber für Kühlmitteltemperatur Unterbrechung/Kurzschluss nach Plus."
Genau, da Du ja beim laufenden Motor den Sensor abgesteckt hast.

Zitat:
Zitat von DJlax5 Beitrag anzeigen
Die Ausdrucksweise "sobald er warm wurde" ist falsch, bzw. ungenau, sorry!
Also starte ich den Motor, kalt ruckelt er etwas, (das ist aber schon lange so), aber das verschwindet sobald er 1-2 min gelaufen ist. Da ist er ja aber noch nicht auf Betriebstemperatur! Danach habe ich die Probefahrt gemacht, die die ersten 200m gut lief und danach schlecht.
Also warm läuft er schlechter und nur wenn er "Eiskalt" ist, ruckelt er kurzzeitig.
Sehr gut, danke für die Klarstellung.

Zitat:
Zitat von DJlax5 Beitrag anzeigen
Mein Bauchgefühl sagt mir das sind 2 unterschiedliche Baustellen, habe das hier aber einfach zur Vollständigkeit angegeben.
Das kann sehr gut sein, wobei der defekte Temperatursensor ja die Lambdaregelung im Moment auch mit beeinflusst. Deswegen ist es wohl sinnvoll, diesen erstmal zu tauschen und sich dann weiter mit dem ursprünglichen Fehlerspeichereintrag zu beschäftigen.

Zitat:
Zitat von DJlax5 Beitrag anzeigen
Hast du irgendwelche Tipps worauf spezifisch ich achten sollte?
So wie Du es jetzt beschreibst, würde ich erstmal mit abgestecktem Temperatursensor prüfen, ob der Motor dann sauber läuft (kalt wie auch warm). Die Leerlaufdrehzahl sollte dann übrigens, ohne Sensor, konstant leicht erhöht bei ca. 1.100 U/min liegen. Das kannst Du mal prüfen. Und nur wenn der Motor mit abgestecktem Sensor bei Betriebstemperatur immer noch gleich schlecht läuft, würde ich zusätzlich die Lambdasonde für eine kurze Probefahrt ebenfalls abstecken.

Geändert von Christian Lammers (03.03.2019 um 16:05 Uhr)
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DJlax5 (07.03.2019)
Alt 04.03.2019, 11:44 #10
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Ich habe mich, bevor ich gleich los muss, noch mal schnell ganz kurz ins Auto gesetzt.

Vorliegender Fall: Temperatursensor abgesteckt, sonst alles wie es sein soll.

Hab ihn ohne Probleme angelassen, und wie du sagtest, Leerlaufdrehzahl bei 1100U/min. In der Software waren alle 3 Temperatursensoren auf der tatsächlichen Umgebungstemperatur. Motor lief total unauffällig. Nach vielleicht 5 Minuten sprangen 2 der Temperatursensoren auf 84,4° gleichzeitig dazu fiel die Leerlaufdrehzahl auf 750 U/min sporadische Einbrüche auf 650 U/min. Gas nahm er etwas verzögert an, aber sonst unauffällig. Hatte gerade eben, wie gesagt, nicht so viel Zeit bin deswegen nur mal schnell um den Block gefahren. Natürlich Wohngebiet mit Morgenverkehr, deswegen kann ich zur Leistung keine Aussage machen...
Fühlte sich, abgesehen vom verzögerten Gas, nicht anders an als früher. Klang halt nur sehr ungewohnt diese niedrige Leerlaufdrehzahl!
Der Fehlercode bezüglich der Lamda-Regelung ist nicht aufgetaucht!
Habe gestern jedenfalls noch einen neuen Temperatursensor bestellt, der ist ja sicher hinüber.

Vielleicht hilft ja jemandem dieses weitere Stückchen Information das Puzzel zu lösen!

Gruß
DJLax5





Geändert von DJlax5 (04.03.2019 um 11:45 Uhr)
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Alt 04.03.2019, 14:01 #11
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Zitat:
Zitat von DJlax5 Beitrag anzeigen
Hab ihn ohne Probleme angelassen, und wie du sagtest, Leerlaufdrehzahl bei 1100U/min. In der Software waren alle 3 Temperatursensoren auf der tatsächlichen Umgebungstemperatur. Motor lief total unauffällig.
Das ist doch schon mal gut.

Zitat:
Zitat von DJlax5 Beitrag anzeigen
Nach vielleicht 5 Minuten sprangen 2 der Temperatursensoren auf 84,4° gleichzeitig dazu fiel die Leerlaufdrehzahl auf 750 U/min sporadische Einbrüche auf 650 U/min. Gas nahm er etwas verzögert an, aber sonst unauffällig.
Das ist interessant. Ich kenne aus eigener Erfahrung ja nur den AEE, also gleiches System, aber ein anderer Hersteller (Magneti Marelli statt Bosch). Und hier scheint das System von Bosch in der Lage zu sein auch ohne den Temperatursensor den langsam betriebswarmen Motor zu erkennen und setzt den Wert statisch auf 84,4°. Dadurch hat man dann weniger Kraftstoffverbrauch und geringere Schadstoffemissionen, auch ohne Signal des Temperatursensors. Das kann der AEE tatsächlich nicht.

Zitat:
Zitat von DJlax5 Beitrag anzeigen
Klang halt nur sehr ungewohnt diese niedrige Leerlaufdrehzahl!
650 U/min ist die vorgesehene Leerlaufdrehzahl für den AEX im warmen Zustand. Immer, wenn diese Drehzahl nicht erreicht wird, ist etwas nicht in Ordnung. Zum Beispiel ein defekter Temperatursensor.

Zitat:
Zitat von DJlax5 Beitrag anzeigen
Habe gestern jedenfalls noch einen neuen Temperatursensor bestellt, der ist ja sicher hinüber.
Ja, das sehe ich auch so.
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DJlax5 (07.03.2019)
Alt 07.03.2019, 18:56 #12
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Also auf ein Neues!

Zitat:
Zitat von Christian Lammers Beitrag anzeigen
650 U/min ist die vorgesehene Leerlaufdrehzahl für den AEX im warmen Zustand. Immer, wenn diese Drehzahl nicht erreicht wird, ist etwas nicht in Ordnung. Zum Beispiel ein defekter Temperatursensor.
Okay interessant, seit ich dieses Auto habe (~2 Jahre) lief er im Leerlauf nie unter 900 U/min. Habe das für normal gehalten..


Endlich kam mein neuer Temperatursensor an und ich habe ihn einbauen können. Der scheint uns jetzt keine Probleme mehr zu machen. Direkt nach dem Einbau hat er die Außentemperatur angezeigt, nach dem Anlassen stieg sie und nach längerem Betrieb blieb die Temperatur knapp unter 100°C. Soweit alles bestens an dieser Front!

Nun, beschreibe ich mal das neue Verhalten meines Golfs nach ausgetauschtem Temperatursensor. Also er sprang erneut sofort an und klag ganz normal. Sobald er auf Betriebstemperatur war, lag die Leerlaufdrehzahl so bei 650-700 U/min. Für mich total ungewohnt still, wenn man an der Ampel steht!
Also bei der Probefahrt ist mir wieder aufgefallen, er zieht immer noch schlechter als früher und nimmt das Gas etwas verzögerter an. Gerade wenn man ihn mal tritt passiert kaum etwas, er klingt nur tiefer.
Ich habe mal versucht, das seltsame Verhalten zu isolieren und besser identifizieren zu können.
Stillstand, gerade Strecke. Ich fahre im 1. an und halte die Drehzahl bei ~2000U/min. Nach vielleicht 4 Sekunden fängt er an stark zu ruckeln und beschleunigt nicht weiter. Als ich dann die Kupplung getreten habe, fiel die Drehzahl einfach so weit, dass er ausging. Wie als ob jemand den Schlüssel rumgedreht hätte...
Bei Versuch ihn anzulassen, sprang er zwar an, aber ist dann für vielleicht 5 Sekunden nur ganz beschwerlich gelaufen, bis er sich erholt hatte. Danach wie vorher.
In meiner Einfahrt habe ist mir dann noch etwas aufgefallen. Ich habe ihn im Stand auf ~3000U/min gedreht, 2 Sekunden später viel, ohne dass ich meinen Fuß bewegt hatte, die Drehzahl auf 2600 U/min und pendelte dann im Halbsekundentakt von 2600 auf 2800. Irgendwie seltsam..
Der Lamda-Faktor in der Software pendelte bei meiner Probefahrt eigentlich immer so zwischen 0,90 und 1,1.

Er hat noch einen Fehlercode gesetzt:
Gemischanpassung: Adaptionsgrenze (mul.) unterschritten.

Was genau heißt das? Ich habe gelesen, es gibt einen unterschied zwischen mul. und add. in diesem Fehlercode. Ich habe nach meiner Recherche aber nicht verstanden, worin der liegt. Da wär eine Erklärung echt super!

Also ich als Hobbyschrauber bin mit meinem Latein am Ende.
Ich freue mich über jede Idee! Vielen Dank!

Grüße
DJlax5

P.S. kann das kleine Loch im Auspuff damit was zu tun haben?
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Alt 07.03.2019, 20:26 #13
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Zitat von DJlax5 Beitrag anzeigen
Okay interessant, seit ich dieses Auto habe (~2 Jahre) lief er im Leerlauf nie unter 900 U/min. Habe das für normal gehalten..


Zitat:
Zitat von DJlax5 Beitrag anzeigen
Endlich kam mein neuer Temperatursensor an und ich habe ihn einbauen können. Der scheint uns jetzt keine Probleme mehr zu machen. Direkt nach dem Einbau hat er die Außentemperatur angezeigt, nach dem Anlassen stieg sie und nach längerem Betrieb blieb die Temperatur knapp unter 100°C. Soweit alles bestens an dieser Front!
Sehr gut. Wobei: Knapp 100°C ist eigentlich ein bisschen zu hoch. Sind die beiden Schläuche am Kühler denn beide heiß, wenn der Motor diese Temperatur erreicht hat? Und springt der Lüfter dann an? Nicht, dass das Thermostat defekt ist. Wäre beim AEX/AEE keine Seltenheit. Kannst ja der Vollständigkeit halber noch mal prüfen bei Gelegenheit.

Zitat:
Zitat von DJlax5 Beitrag anzeigen
Also bei der Probefahrt ist mir wieder aufgefallen, er zieht immer noch schlechter als früher und nimmt das Gas etwas verzögerter an. Gerade wenn man ihn mal tritt passiert kaum etwas, er klingt nur tiefer.
Ich habe mal versucht, das seltsame Verhalten zu isolieren und besser identifizieren zu können.
Stillstand, gerade Strecke. Ich fahre im 1. an und halte die Drehzahl bei ~2000U/min. Nach vielleicht 4 Sekunden fängt er an stark zu ruckeln und beschleunigt nicht weiter. Als ich dann die Kupplung getreten habe, fiel die Drehzahl einfach so weit, dass er ausging. Wie als ob jemand den Schlüssel rumgedreht hätte...
Bei Versuch ihn anzulassen, sprang er zwar an, aber ist dann für vielleicht 5 Sekunden nur ganz beschwerlich gelaufen, bis er sich erholt hatte. Danach wie vorher.
In meiner Einfahrt habe ist mir dann noch etwas aufgefallen. Ich habe ihn im Stand auf ~3000U/min gedreht, 2 Sekunden später viel, ohne dass ich meinen Fuß bewegt hatte, die Drehzahl auf 2600 U/min und pendelte dann im Halbsekundentakt von 2600 auf 2800. Irgendwie seltsam..
Der Lamda-Faktor in der Software pendelte bei meiner Probefahrt eigentlich immer so zwischen 0,90 und 1,1.
Also, das Schwanken der Drehzahl bei gehaltenem Gaspedal deutet in der Regel darauf hin, dass an einer Stelle Luft angesaugt wird, wo sie nicht angesaugt werden sollte (= Leckluft). Beim AEX gibt es da nicht so viele Möglichkeiten; der Unterdruckschlauch welcher zum Bremskraftverstärker geht wäre eine Möglichkeit. Ist der gerissen? Und die andere wäre das Magnetventil vom Aktivkohlefilter. Am einfachsten testen kann man das Ventil, indem man den Schlauch, der vom Ventil in Richtung Aktivkohlefilter geht, abnimmt. Dann den Motor kalt starten und deinen Daumen auf den jetzt freien Anschluss des Ventils halten. Hier darf jetzt kein Unterdruck anliegen, sprich dein Daumen darf nicht angesaugt werden. Suche mal im Netz nach "SSP 168". Dort findest du einen Leitfaden zu deinem Einspritz-System und auf den Seiten 6 und 7 eine Übersicht der Bauteil-Positionen. Dann findest Du es schneller.

Zitat:
Zitat von DJlax5 Beitrag anzeigen
Er hat noch einen Fehlercode gesetzt:
Gemischanpassung: Adaptionsgrenze (mul.) unterschritten.
Mit hoher Wahrscheinlichkeit der Fehler, der auch mit deiner schwankenden Drehzahl zusammenhängt.

Zitat:
Zitat von DJlax5 Beitrag anzeigen
Was genau heißt das? Ich habe gelesen, es gibt einen unterschied zwischen mul. und add. in diesem Fehlercode. Ich habe nach meiner Recherche aber nicht verstanden, worin der liegt. Da wär eine Erklärung echt super!
Das Motorsteuergerät kann unter anderem die Länge der Einspritzzeiten anpassen (Adaption), um beispielsweise Leckluft oder einen zu geringen Kraftstoffdruck auszugleichen. Und das getrennt voneinander einmal für die Leerlaufregelung (= Additiv) und für den Teillastbereich (= Multiplikativ). Die Vorgehensweise zur Fehlersuche hier zu beschreiben ist nicht ganz so einfach. Prüfe mal, wie oben geschrieben, den Schlauch zum Bremskraftverstärker und das Magnetventil. Dann kann man weitersehen.

Wurde die Drosselklappeneinheit von dem Motor schon mal ganz ausgebaut und gründlich gereinigt? Das wäre mal eine Grundvoraussetzung für einen sauberen Motorlauf bei diesen Motoren.

Zitat:
Zitat von DJlax5 Beitrag anzeigen
P.S. kann das kleine Loch im Auspuff damit was zu tun haben?
Nein. Undichtigkeiten an der Abgasanlage haben nur dann einen Einfluss auf den Motorlauf, wenn diese vor dem Kat liegen, da sie dann die Lambdaregelung beeinflussen. Wenn dort alles dicht ist, ist alles ok.

Geändert von Christian Lammers (07.03.2019 um 20:30 Uhr)
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Folgende 2 Benutzer sagen Danke zu Christian Lammers für den nützlichen Beitrag:
DJlax5 (07.03.2019), Teletubby (08.03.2019)
Alt 08.03.2019, 18:35 #14
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Hallo!

Vielen Dank für deine schnelle Antwort!!

Zitat:
Zitat von Christian Lammers Beitrag anzeigen
Sehr gut. Wobei: Knapp 100°C ist eigentlich ein bisschen zu hoch. Sind die beiden Schläuche am Kühler denn beide heiß, wenn der Motor diese Temperatur erreicht hat? Und springt der Lüfter dann an? Nicht, dass das Thermostat defekt ist. Wäre beim AEX/AEE keine Seltenheit. Kannst ja der Vollständigkeit halber noch mal prüfen bei Gelegenheit.
Also als ich gestern das Auto abgestellt habe, habe ich den Lüfter gehört. Bei meinen Fahrten (2 Stück, je ~10 km Stadt) heute habe ich meinen Laptop alles mitloggen lassen. Die Temperatur war meist bei 86-88°. Spitze habe ich bei 92° gelesen, danach aber wieder gefallen.

Zitat:
Zitat von Christian Lammers Beitrag anzeigen

Wurde die Drosselklappeneinheit von dem Motor schon mal ganz ausgebaut und gründlich gereinigt? Das wäre mal eine Grundvoraussetzung für einen sauberen Motorlauf bei diesen Motoren.
Nein. Ich habe allerdings beim Wechseln der Zündkerzen die Drosselklappe im eingebauten Zustand etwas gereinigt. Also mit Bremsenreiniger auf einem Tuch die Klappenränder geputzt. In der CarPort Software würde ich ein Update benötigen, um die Drosselklappe neu anzulernen, wenn ich sie ausbaue. Aber im Leerlauf läuft er ja normal, im Teillast bereich hakt er ja.

Also der Unterdruckschlauch zum Bremskraftversärker sieht eigentlich total unaufällig aus. Dieser Schaumstoffüberzug an der Motorseite ist etwas schmierig, und dreckig.
Wieso das Magnetventil Probleme machen soll/kann, ist mir noch nicht ganz klar. Ich beschreibe mal, wie ich das verstehe, korrigiert mich bitte, wenn ich das falsch verstanden habe.
Also das Ventil ist bei kaltem Motor geschlossen, um ausschließlich Frischluft in den Motor zu bringen. Wird er warm, öffnet es sich und es können die überschuss Dämpfe aus dem Tank mit in die Brennkammer kommen. Da meine Drehzahlschwankungen aber bei warmem Motor auftauchen, ist das Ventil doch sowieso geöffnet?
Ich hätte trotzdem gerne ausprobiert was du geschrieben hast, aber ich hab den Schlauch ohne Werkzeug nicht abbekommen und bevor ich jetzt ausversehen was kaputt gemacht hätte (ich kenn mich, passiert mir immer), wollte ich lieber nochmal fragen!

Der Fehlercode sagte ja, Adaptionsgrenze unterschritten. So wie ich das verstanden habe, versucht er so wenig wie möglich Benzin in die Brennkammer zu spritzen, aber es kommt immer noch zu einer unvollständigen Verbrennung. Wäre Falschluft da nicht sogar gut? Oder habe ich die Aussage noch nicht richtig verstanden?

Ich habe auch mal zum Versuch Bremsenreiniger auf den Unterdruckschlauch und auf das Magnetventil gespritzt, überhaupt keine Reaktion vom Motor. (Mein Bruder hatte eine undichte Drosselklappe, da hat der Trick geholfen das Problem zu identifizieren. Hab gedacht, schaden kann es nicht.)

Also bei meiner ersten Probefahrt hat der Motor akustisch keine Probleme gezeigt, war einfach wie sonst auch. Er hat aber sehr wenig Kraft gehabt, war echt unangenehm eine Brücke bei mir hoch zu kommen...
Ich bin nicht in den höheren Drehzahlbereich gefahren (da hatte er gestern angefangen zu ruckeln), weil ich eigentlich keine 100%ige Probefahrt gemacht habe, und es mir nicht hätte leisten können, liegen zu bleiben.
Hab vor der Fahrt den Fehlercode gelöscht und genau der Gleiche stand danach wieder im Fehlerspeicher. (war ja auch zu erwarten...)

Bei meiner Zweiten Fahrt habe ich mal die Lamda-Sonde abgesteckt.
Meine Idee war: Wenn die Lamda-Sonde, wie auch mein Temperatursensor, leicht falsche Werte anzeigt, spritzt er weniger ein, sodass der Lamda-Wert angeblich passt, aber das Gemisch trotzdem falsch ist. Diese Idee würde natürlich nur funktionieren, wenn er eine zweite Gemischkontrolle irgendwo hätte. Dafür kenne ich mich aber allgemein zu schlecht aus, war nur eine spontane Idee meines Hirns.
Jedenfalls, stand ausschließlich "Lamda-Sonde: kein Signal" im Fehlerspeicher (Immerhin habe ich am richtigen Stecker gezogen!!) sonst nichts.
Gefühlsmäßig würde ich behaupten, er hat besser gezogen. Nicht viel, aber ein bisschen. (Womöglich war das aber auch Einbildung, weil ich endlich mein Auto wieder haben willl )
Hierbei klang er beim Gas geben aber wieder sehr tief. Ist das der Notlauf des Systems?


Joa, mehr kann ich zu meiner Fahrt auch nicht sagen. Sonst lief alles eigentlich normal. Aber wenn ich nur 60 PS auf dem Papier habe, hätte ich natürlich gerne auch 60PS auf der Straße.

Hat jemand weitere Ideen?

So langsam verliere ich die Geduld, ich brauche das Auto eigentlich schon...

Danke an alle und Gruß
DJlax5
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Alt 08.03.2019, 20:51 #15
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Christian Lammers Christian Lammers ist offline
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Zitat:
Zitat von DJlax5 Beitrag anzeigen
Also als ich gestern das Auto abgestellt habe, habe ich den Lüfter gehört. Bei meinen Fahrten (2 Stück, je ~10 km Stadt) heute habe ich meinen Laptop alles mitloggen lassen. Die Temperatur war meist bei 86-88°. Spitze habe ich bei 92° gelesen, danach aber wieder gefallen.
Ok, das klingt schon besser. Dann passt das wohl.

Zitat:
Zitat von DJlax5 Beitrag anzeigen
Ich habe allerdings beim Wechseln der Zündkerzen die Drosselklappe im eingebauten Zustand etwas gereinigt. Also mit Bremsenreiniger auf einem Tuch die Klappenränder geputzt.
Ja, das reicht nicht. Wichtig sind die feingeschliffenen Bereiche der Wandung für die Leerlaufreglung. Diese kann man im eingebauten Zustand nicht ausreichend reinigen.

Zitat:
Zitat von DJlax5 Beitrag anzeigen
Aber im Leerlauf läuft er ja normal, im Teillast bereich hakt er ja.
Teillast entspricht aber während der Fahrt sehr geringen Öffnungsgraden der Drosselklappe, weshalb eine saubere Drosselklappe auch für Teillastbetrieb wichtig ist.

Zitat:
Zitat von DJlax5 Beitrag anzeigen
Also der Unterdruckschlauch zum Bremskraftversärker sieht eigentlich total unaufällig aus. Dieser Schaumstoffüberzug an der Motorseite ist etwas schmierig, und dreckig.
Auch hier muss man leider zur Überprüfung den Schlauch ausbauen, insbesondere wenn der Schlauch noch eine Ummantelung hat. Meistens reißen diese nämlich auf der "Unterseite", dass sieht man dann von oben aus nicht.

Zitat:
Zitat von DJlax5 Beitrag anzeigen
Wieso das Magnetventil Probleme machen soll/kann, ist mir noch nicht ganz klar.
Zitat:
Zitat von DJlax5 Beitrag anzeigen
Dafür kenne ich mich aber allgemein zu schlecht aus, war nur eine spontane Idee meines Hirns.
Zitat:
Zitat von DJlax5 Beitrag anzeigen
Hat jemand weitere Ideen?
Also, Du hast ja selber schon geschrieben, dass Du Hobbyschrauber bist. Und dafür bist Du, finde ich, ja auch schon ziemlich weit gekommen. Ab jetzt wäre es meiner Meinung nach eine gute Idee, wenn Du dir Verstärkung besorgen würdest.

Zitat:
Zitat von DJlax5 Beitrag anzeigen
So langsam verliere ich die Geduld, ich brauche das Auto eigentlich schon...
Eben gerade darum. Woher kommst Du denn? Vielleicht ist hier jemand im Forum ganz in deiner Nähe und kann dir weiterhelfen. Weil solche Fehler als Laie aufzuspüren, finde ich wirklich nicht gerade einfach. Von der nötigen Ausrüstung mal ganz abgesehen. Schrauber-Ehrgeiz in allen Ehren, aber irgendwann mündet das halt dann in Frustration. Das hilft dann auch nicht. ;-)

Geändert von Christian Lammers (08.03.2019 um 20:53 Uhr)
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Alt 08.03.2019, 21:24 #16
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Vielen Dank für deine schnelle Antwort!

Ich komme aus Karlsruhe, falls jemand hier in der Nähe ist.
Morgen kommt mein Bruder vorbei der hat nochmal ein gutes Stück mehr Ahnung als ich. Vielleicht finden wir ja noch was.
Also ich habe bei mir um die Ecke noch eine vertrauenswürdige Privatwerkstatt, das ist dann der letzte Ausweg.

Vielleicht ließt das hier ja jemand der noch eine Idee hat

Trotzdem vielen vielen Dank für eure Hilfe!

Gruß
DJlax5

P.S. Wie wichtig ist denn das Anlernen der gleichen Drosselklappe nach einer Reinigung?

Geändert von DJlax5 (08.03.2019 um 21:25 Uhr)
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Alt 09.03.2019, 08:01 #17
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Hallo!

Zitat:
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P.S. Wie wichtig ist denn das Anlernen der gleichen Drosselklappe nach einer Reinigung?
Wenn dieselbe Dorsselklappe wie vorher, die schon einmal an das Motorsteuergerät angelernt wurde, wieder verwendet wird, ist das Anlernen nicht unbedingt nötig.

Wenn die Reinigung nötig und erfolgreich war, läuft der Motor danach mit höherer Leerlaufdrehzahl. Über einige Zeit, abhängig vom Fahrbetrieb, normalisiert sich das wieder, weil sich das Motorsteuergerät an die veränderten Verhältnisse anpasst. Wenn einem das zu lange dauert, kann man diese Zeit durch erneutes Anlernen verkürzen. Dann läuft der Motor sofort wieder mit der vorgesehenen Leerlaufdrehzahl.

Freundliche Grüße
Teletubby
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Alt 09.03.2019, 08:46 #18
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Ich würde die Drosselklappe dennoch einmal neu adaptieren. Dann ist das Thema durch und man hat keinen Ärger


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motor, zã¼ndung

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