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Atakpame 18.09.2019 10:10

stottert, geht aus wenn warm, Benzingeruch
 
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Hallo Leute,

Der Motor ist 1.8L 90PS, ADZ
Kalt springt er an und läuft eigentlich ganz gut. Sobald er warm wird geht ein Rütteln durch das Fahrzeug, als wenn der Motor für einen kurzen Augenblick ausgehen würde. In dem Moment fehlt es an Leistung. Das einzige, das halbwegs hilft ist richtig vollgas zu geben. In sehr hohen Drehzahlen tritt das Problem nicht so sehr auf.
Im Stand, stabilisiert sich dann die Drehzahl nicht und er geht aus und es riecht nach Benzin. Danach ist es schwierig ihn wieder anzuwerfen und man muss mit hohen Drehzahlen fahren. Manchmal stehe ich an der Ampel und halte die Drehzahl auf 3000 damit er nicht ausgeht. Dann muss ich sehr langsam kuppeln, weil er sonst ausgeht.
Der Verbrauch ist leicht gestiegen, ca. 1L mehr auf 100km.
Am besten funktioniert er auf der Autobahn bei hohen Drehzahlen, in die Stadt traue ich mich fast nicht.
Das Problem ist nun seit 2016 nicht vollständig gelöst, manchmal war es besser, manchmal dachte ich es gelöst zu haben aber es kommt wieder.

Folgendes wurde ausgetauscht:
- Zündspule (neu auf ebay vor zwei Jahren)
- Verteilerfinger und Verteilerdose (vor einem Jahr)
- Zündkerzen (vor drei Jahren)
- Lambdasonde (vor einem Jahr)
- Katalysator und die komplette Abgasanlage (vor einem Jahr)
- Kühlmitteltemperaturgeber (vor einem Jahr)

Fehlerauslesung (nachdem alles gemacht wurde)
- Hallgeber
- Lambdasonde

Im Forum haben viele vom Unterdruckschlauch für den Bremskraftverstärker gesprochen. Den habe ich mir gestern angesehen.
Der steife Teil aus Plastik macht einen guten Eindruck, der dickere aus Gummi ist spröde. Und ich konnte ihn samt Schelle einfach so mit der Hand abziehen. Ist das normal? Ich dachte mir, dass ist vielleicht normal, und sich der Schlauch durch den Unterdruck vielleicht richtig festsaugt?
Außerdem war ein Stopfen so porös, dass er mir in der Hand zerbröselt ist.

Außerdem hat in einen Schlauch vom Motorblock zur Monotronic ein Marder reingebissen, da ist ein ganz kleines feines Loch, ich habe keine Ahnung ob das daran liegen könnte, ich will aber nicht schon wieder etwas auf Verdacht tauschen.

Die Bilder
1. Der Unterdruckschlauch, den ich einfach so abziehen konnte
2. Der Schlauch mit dem kleinen Marderbiss ist der mit dem roten Band (ich weiß nicht, wofür der Schlauch da ist)
3. Das ist die Verbinung zum Bremszylinder, das konnte ich einfach so abziehen (Verbinung zu Schlauch Bild1) und der Stopfen ist dabei weggebröselt)

Teletubby 18.09.2019 11:07

Hallo!

Zitat:

Zitat von Atakpame (Beitrag 1855394)
Die Bilder
1. Der Unterdruckschlauch, den ich einfach so abziehen konnte

Das ist die Unterdruckverbindung vom Saugrohr zum Bremskraftverstärker. Normalerweise gehört auf beide Enden des Schlauches eine Schlauchschelle, siehe Foto:
http://www.golf3.de/direktupload/201...1568797218.JPG


Zitat:

Zitat von Atakpame (Beitrag 1855394)
2. Der Schlauch mit dem kleinen Marderbiss ist der mit dem roten Band (ich weiß nicht, wofür der Schlauch da ist)

Dieser Schlauch ist für die Kurbelgehäuseentlüftung. Ein kleines Loch darin ist nicht schön, aber auch nicht akut schlimm. Eventuell kommen geringe Mengen Motoröl heraus. Für Motorlaufprobleme ist das im Normalfall nicht ursächlich. Es gibt den Schlauch bei VW unter der Teilenummer 048 103 493 A für EUR 26,72 UVP.


Zitat:

Zitat von Atakpame (Beitrag 1855394)
3. Das ist die Verbinung zum Bremszylinder, das konnte ich einfach so abziehen (Verbinung zu Schlauch Bild1) und der Stopfen ist dabei weggebröselt)

Den beschädigten grünen Stopfen musst Du unbedingt ersetzen, weil der Motor sonst Falschluft bekommt. Es gibt ihn bei VW unter der Teilenummer 056 129 777 für EUR 1,55 UVP.

Teilenummern wie immer ohne Gewähr!

Freundlcihe Grüße
Teletubby

Atakpame 18.09.2019 11:13

Hallo Teletubby,

Super! Vielen Dank für die Erklärung und die Bilder. Na dann tausche ich den Stopfen und den kurzen Gummischlauch samt Schellen aus. Glaubst du, das könnte es schon gewesen sein? So viele Probleme wegen so einem kleinen Problem?

Bei mir war wirklich nur eine Schelle dran, das kam mir zwar merkwürdig vor, aber ich habe an dieser Verbindung nie etwas gemacht (und habe den Golf seit 20 Jahren). Vielleicht ist sie durchgerostet und ist abgefallen.

Eine Frage: Wenn hier im Forum von undichtem Unterdruckschlauch für den Bremskraftverstärker geredet wird, ist damit der kurze dicke Gummischlauch (links auf dem Foto) gemeint? Oder viel eher der dünnere, harte Platsikschlauch (auf deinem Foto oben).

Dieser Entlüftungsschlauch des Kurbelgehäuses ist von innen mit Dreck und Öl bedeckt, das lasse ich erst mal so, zumal du mir sagst, dass es daran nicht liegen kann.

Teletubby 18.09.2019 11:35

Zitat:

Zitat von Atakpame (Beitrag 1855397)
Super! Vielen Dank für die Erklärung und die Bilder. Na dann tausche ich den Stopfen und den kurzen Gummischlauch samt Schellen aus.

Das Schlauchstück, das bei Dir nur an einem Ende eine Schelle hat, gibt es nicht einzeln, sondern nur mit dem gesamten Verbindungsstück zum Bremskraftverstärker. Es reicht normalerweise aus, nur die fehlende Schelle zu ersetzen. Auf jeden Fall muss es an beiden Enden dicht sein.


Zitat:

Zitat von Atakpame (Beitrag 1855397)
Glaubst du, das könnte es schon gewesen sein? So viele Probleme wegen so einem kleinen Problem?

Nein, ich glaube eher nicht, dass das gesamte Problem damit gelöst sein wird. Deshalb würde ich den Fehlerspeicher des Motorsteuergerätes auslesen (lassen). Und auch wichtig: Den Gummiflansch unter der Einspritzeinheit auf Dichtigkeit überprüfen. Denn der wird mit den Jahren oft rissig und undicht, was zu Motorlaufproblemen führt.


Zitat:

Zitat von Atakpame (Beitrag 1855397)
Bei mir war wirklich nur eine Schelle dran, das kam mir zwar merkwürdig vor, aber ich habe an dieser Verbindung nie etwas gemacht (und habe den Golf seit 20 Jahren). Vielleicht ist sie durchgerostet und ist abgefallen.

Es kommt vor, dass Werkstätten, die dort evtl. mal etwas gemacht haben, gerade keine passende Schelle zur Hand hatten und sie deshalb leichtsinnigerweise einfach weggelassen haben.


Zitat:

Zitat von Atakpame (Beitrag 1855397)
Eine Frage: Wenn hier im Forum von undichtem Unterdruckschlauch für den Bremskraftverstärker geredet wird, ist damit der kurze dicke Gummischlauch (links auf dem Foto) gemeint? Oder viel eher der dünnere, harte Platsikschlauch (auf deinem Foto oben).

Damit kann beides gemeint sein. Speziell die Verbindungsstellen würde ich genau auf Dichtigkeit prüfen.


Zitat:

Zitat von Atakpame (Beitrag 1855397)
Dieser Entlüftungsschlauch des Kurbelgehäuses ist von innen mit Dreck und Öl bedeckt, das lasse ich erst mal so, zumal du mir sagst, dass es daran nicht liegen kann.

Das ist erstmal o.k.. Wenn aber der Prüfer bei der nächsten HU das Loch sieht, wird es es wahrscheinlich beanstanden.


Außerdem:

1. Den ganz dünnen Schlauch (Foto 3), der neben dem zerbröselten grünen Stopfen abgeht, würde ich auch ersetzen. Es gibt ihn bei VW unter der Teilenummer N 020 353 27 als Meterware für ca. EUR 14,00 als Meter. Vielleicht findest Du einen freundlichen Teilemitarbeiter, der Dir ein kurzes Stück abschneidet.

2. Richte Dich schonmal darauf ein, dass sich der neue grüne Stopfen nur ziemlich schwer auf den Stutzen aufschieben lässt. Auf jeden Fall muss er ganz drauf. Ein bisschen Gleitmittel (Öl o.ä.) erleichtert das.

Atakpame 18.09.2019 11:54

Zitat:

Zitat von Teletubby (Beitrag 1855398)
Das Schlauchstück, das bei Dir nur an einem Ende eine Schelle hat, gibt es nicht einzeln, sondern nur mit dem gesamten Verbindungsstück zum Bremskraftverstärker. Es reicht normalerweise aus, nur die fehlende Schelle zu ersetzen. Auf jeden Fall muss es an beiden Enden dicht sein.

Das ist ja einfach und günstig, das mache ich.

Zitat:

Zitat von Teletubby (Beitrag 1855398)
Nein, ich glaube eher nicht, dass das gesamte Problem damit gelöst sein wird. Deshalb würde ich den Fehlerspeicher des Motorsteuergerätes auslesen (lassen). Und auch wichtig: Den Gummiflansch unter der Einspritzeinheit auf Dichtigkeit überprüfen. Denn der wird mit den Jahren oft rissig und undicht, was zu Motorlaufproblemen führt.

Diesen Gummiflansch habe ich mir letztes Jahr angesehen, ich konnte keine Risse erkennen. Ich habe, wie hier in Foren beschrieben, bei laufendem Motor and der Monotronic gezerrt, und das hatte keinen Einfluss auf das Laufverhalten.

Zitat:

Zitat von Teletubby (Beitrag 1855398)
Damit kann beides gemeint sein. Speziell die Verbindungsstellen würde ich genau auf Dichtigkeit prüfen.

Alles klar, ich habe den Eindruck, dass in der Verbindung zum Bremszylinder ziemlich viel Spiel ist. Wie kann man das am besten Prüfen? Motor laufen lassen und Bremsenreiniger aufsprühen?


Zitat:

Zitat von Teletubby (Beitrag 1855398)
Außerdem:

1. Den ganz dünnen Schlauch (Foto 3), der neben dem zerbröselten grünen Stopfen abgeht, würde ich auch ersetzen. Es gibt ihn bei VW unter der Teilenummer N 020 353 27 als Meterware für ca. EUR 14,00 als Meter. Vielleicht findest Du einen freundlichen Teilemitarbeiter, der Dir ein kurzes Stück abschneidet.

2. Richte Dich schonmal darauf ein, dass sich der neue grüne Stopfen nur ziemlich schwer auf den Stutzen aufschieben lässt. Auf jeden Fall muss er ganz drauf. Ein bisschen Gleitmittel (Öl o.ä.) erleichtert das.

Ich bin im Ausland, ich werde das mal lieber im Internet bestellen. Oder gibt es das auch in einem allgemeinen KfZ Laden?

Atakpame 18.09.2019 16:49

Also, zwei neue Schellen sind an dem Schlauch jetzt dran.
Übrigens habe ich auf meinem Computer ein Foto des Motorraums von vor 13 Jahren gefunden, da fehlte die zweite Schelle schon.

Du hattest Recht! Ich habe den Motor kurz laufen lassen und anstatt des Stopfen einfach mal den Finger draufgehalten: sobald man den Finger wegnimmt, ändert sich das Motorverhalten.
Habe auch während dieses kurzen Tests nochmals an der Jetronic gerüttelt um den Flansch zu prüfen.... keine Reaktion.

Der Motor lief jetzt auch mit draufgehaltenen Finger recht gut, aber ich habe ihn nicht lange genug laufen lassen.

Fahre jetzt schnell zu VW und frage nach, ob die das Teil hier haben (bin in Frankreich).

Atakpame 18.09.2019 16:58

Zitat:

Zitat von Teletubby (Beitrag 1855398)
1. Den ganz dünnen Schlauch (Foto 3), der neben dem zerbröselten grünen Stopfen abgeht, würde ich auch ersetzen. Es gibt ihn bei VW unter der Teilenummer N 020 353 27 als Meterware für ca. EUR 14,00 als Meter. Vielleicht findest Du einen freundlichen Teilemitarbeiter, der Dir ein kurzes Stück abschneidet.

Hallo! Von diesem dünnen Schlauch (Teilenummer N 020 353 27) gibt es doch auch zwei kurze Stücke die hinten auf dem schwarzen Plastikdeckel der Jettronic irgendetwas verbinden!
Das habe ich mal vor ein paar Jahren mit irgendeinem Schlauch ausgewechselt. Kann es sein, dass das AUCH Probleme macht?

Teletubby 18.09.2019 17:58

Zitat:

Zitat von Atakpame (Beitrag 1855407)
Hallo! Von diesem dünnen Schlauch (Teilenummer N 020 353 27) gibt es doch auch zwei kurze Stücke die hinten auf dem schwarzen Plastikdeckel der Jettronic irgendetwas verbinden!

Damit können ja eigentlich nur die Schläuche zum Temperaturregelventil in der Ansaughutze, das die Ansaugluftvorwärmung im Luftfilter per Unterdruck regelt, gemeint sein.


Zitat:

Zitat von Atakpame (Beitrag 1855407)
Das habe ich mal vor ein paar Jahren mit irgendeinem Schlauch ausgewechselt. Kann es sein, dass das AUCH Probleme macht?

Wenn da etwas undicht ist, bekommt der Motor auch Falschluft.

Atakpame 18.09.2019 22:06

Zitat:

Zitat von Teletubby (Beitrag 1855409)
Damit können ja eigentlich nur die Schläuche zum Temperaturregelventil in der Ansaughutze, das die Ansaugluftvorwärmung im Luftfilter per Unterdruck regelt, gemeint sein.

Hallo Teletubby,
Mensch, das hört sich so an als würdest Du das Auto in und auswendig kennen. Ja genau die Schläuche meine ich.
Ich habe jetzt diesen Stopfen und die Schläuche bei VW besorgt und ersetzt, und zwar den, den Du mir geraten hast und die zwei kurzen and der Jetronic.

Ich bin gerade von einer Probefahrt zurück. Ich habe den Eindruck, dass sich das Laufverhalten deutlich verbessert hat. Echt spitze.
Aber ganz weg ist das Problem noch nicht. Im kalten Zustand läuft er gut. Aber wenn er warm wird, besonders beim Beschleunigen aus dem unteren Drehzahlbereich und beim Anfahren, stottert er. Nur richtig viel Gas hilft dann. Als ich von der Fahrt zurück kam, ließ ich ihn etwas laufen, das Standgas sackte regelmäßig ab bis er schließlich von alleine ausging.
Übrigens, den Leerlaufregler habe ich vor sechs Monaten schon ausgetauscht.

Kann es sein, dass wir das Problem gefunden haben und er sich noch sauber fahren muss? So war es letztes Jahr als ich die Lambdasonde ausgetauscht habe. Die alte Sonde war voller Ruß und mit der neuen Sonde ruckelte er noch. Aber nach 800km auf der Autobahn war das Problem weg. (Und kam drei Monate später wieder).

Oder das Drosselklappenpotentiometer? Kann ich das irgendwie messen?

Morgen lese ich mal den Fehlerspeicher aus.

Teletubby 19.09.2019 07:31

Zitat:

Zitat von Atakpame (Beitrag 1855412)
Kann es sein, dass wir das Problem gefunden haben und er sich noch sauber fahren muss?

In diesem fall wohl eher nicht.


Zitat:

Zitat von Atakpame (Beitrag 1855412)
Oder das Drosselklappenpotentiometer? Kann ich das irgendwie messen?

Ja, kann man: Man kann mit einem Diagnosegerät oder mit einem Laptop mit passendem Kabel und passender Software die Werte der Potibahnen I und II bei verschiedenen Gaspedalstellungen aus dem Motorsteuergerät auslesen.

Da rechne ich aber weniger mit Problemen. Eher würde ich die Temperaturwerte für das Kühlmittel und für die Ansaugluft aus dem Steuergerät auslesen und auf Plausibilität prüfen. Auf diese Weise lassen sich defekte Temperaturgeber ausfindig machen.


Zitat:

Zitat von Atakpame (Beitrag 1855412)
Morgen lese ich mal den Fehlerspeicher aus.

Ja, das mach mal.

Raven761 19.09.2019 09:11

Zitat:

Zitat von Atakpame (Beitrag 1855412)
Im kalten Zustand läuft er gut.

Weil im kalten Zustand mehr Sprit eingespritzt wird als nötig. Da irgendwo Falschluft eintritt, ist das Gemisch dann besser (= fetter) als im warmen (= zu mager),

Wenn du dein Motorsteuergerät auslesen kannst, würde ich mir den Lambdawert anschauen. Dieser sollte im kalten Zustand zwischen 0.8 und 1 sein, im warmen Zustand sollte der um 1 pendeln. Ist er im warmen Zustand jedoch weit über 1, ist das Gemisch zu mager und somit wird zuviel Luft gezogen.

Warm bedeutet übrigens, dass die ausgelesene Kühlmittel bei 90°C liegt.

Hast du mal an unterschiedlichen Stellen Bremsenreiniger oder Cockpit Spray aufgespritzt, um den Motorlauf zu prüfen?

Atakpame 20.09.2019 01:17

Messung
 
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Hallo Leute,

Ich habe jetzt mit VAG einiges ausgelesen.
Bevor ich den Motor überhaupt anwarf waren folgende Fehler im Speicher:

Chassis Type: 1H - VW G/J/V Mk3
Scan: 01,02,03,08,15,25,56
- 00515 Hallgeber-G40 - 03-00 Kein Signal
- 00537 Lambda Regelung - 08-10 Kontrollimit überschritten
- 00670 Geber für Drosselklappensteller-G127 03-10 Kein Signal

Im kalten Zustand las ich eine Kühlwassertemperatur von 20.7 Grad und eine Außentemperatur von 9 Grad. (ich hatte den Eindruck, dass die Luft wärmer ist, die Klimaanlage hat 18 Grad angezeigt)
Siehe erstes Foto “ausgeschaltet”

Ich habe die Fehler gelöscht und den Motor angemacht.

Beim Aufwärmen habe ich kein Gas gegeben und ihn im Standgas gelassen, da macht er eigentlich gerne Probleme. Und das kam auch. Als das Kühlwasser auf 48 Grad war, wurde das Standgas und der Lambdawert unruhig und er ging schließlich aus.

Ich habe in den Fehlerspeicher geguckt, es tauchten erneut zwei Fehler auf:
- 00282 Drosselklappensteller V60 – 27-10 unplausibles Signal
- 00670 Geber für Drosselklappensteller-G127 03-10 Kein Signal

Dann habe ich ihn wieder angemacht und immer wieder aufs Gas getreten, bis die Nadel für das Kühlwasser am Armaturenbrett auf 90 Grad war. Der ausgelesene Wert war zu dem Zeitpunkt nur 80 Grad. Ab da gab es eigentlich immer einen Unterschied von 10 Grad zwischen den Anzeigen (Software war immer 10 Grad kälter), man sieht in der Tabelle wie sich die Temperatur auf 80 Grad stabilisert.
Die Außentemperatur hat auch immer wieder Schwankungen von ein bis zwei Grad (das Auto bewegte sich nicht)

Schließlich habe ich noch die Werte , aber ich kann die Datei hier nicht hochladen, also habe ich ein paar Grafiken erstellt.

Atakpame 20.09.2019 01:29

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Hier die Graphiken

Raven761 20.09.2019 16:49

Hi,
du erinnerst mich an mich selbst als ich anfing am Golf 3 zu schrauben :)
1) Die Nadel im Kombi ist beruhigt, die wird dir nie die echte Temperatur verraten. Deshalb habe ich gemeint, dass du nur auf die ausgelesene Temperatur achten sollst.
2) Die Kühlwassertemperatur sollte die 90°C erreichen. Ist das nicht der Fall, ist der Thermostat oder der Temperatursensor defekt.
3) Die angesaugte Luft ist immer wärmer als die Außentemperatur. Die Luft wird nämlich bei kalten Temperaturen mittels Rückstrom von Abgasen erwärmt.
3) Von Sample 100-150 sieht man bei fester Drehzahl gut, dass das Gemisch zu mager ist. Das heisst, es wird zu viel Luft beigefügt.

Du hast irgendwo noch eine Stelle, wo Falschluft angezogen wird. Dein Drosselklappensteller funktioniert, aber er kann es nicht ausregeln.

Atakpame 21.09.2019 23:15

Ausgelesen
 
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Hallo Raven,

Danke für die Tipps, ich hänge euch nochmals alles ausgelesene im "warmen" Zustand als Graphik an.
Man sieht wie sich die ausgelesene Temperatur auf 80 Grad einstellt (und auf der Anzeigetafel auf 90 Grad ist). Das Kühlwasser erreichte 86 als ich den Motor abstellte und die Pumpe ausging, und da überstieg die Nadel die 90 Grad leicht. Es scheint wirklich so zu sein als wäre da immer ein Unterschied von 10 Grad.
Komisch, ich habe den Temperaturgeber vor nicht mal einem Jahr ausgewechselt (siehe Photo).
Meint ihr, da stimmt was nicht?
Und noch ein Photo von der alten Lambdasonde (Wechsel im November letzten Jahres)

Ist das normal, dass der lambdawert so pendelt? Ich dachte, der ist immer 1? Wo kann da noch Luft reinkommen?
Die Lambdasonde habe ich festgeknallt, die ist dicht.
Als ich den KAT ausgebaut habe, habe ich auch fest angeknallt.
Die Schellen am Schlauch zum Bremszylinder sind jetzt neu und der Stopfen auch
Wenn ich an der Jettronic zerre ändert sich das Laufverhalten nicht (im kalten Zustand)
Durch die ASU wäre das Auto eigentlich durchgeflogen wenn der Tester nicht mit etwas Gas nachgeholfen hätte.

Ich habe noch eine halbe Dose Bremsenreininger, da werde ich mich mal auf die Suche begeben. Aber ich wüßte nicht mal wo ich anfangen soll.
Soll man den Test in warmen Zustand machen? Das wird schwierig weil er ja schnell ausgeht...
Ich will das in Ordnung bringen. So wie es jetzt ist, kann ich das Auto nicht gebrauchen.

Raven761 23.09.2019 08:08

Eventuell ist dein Thermostat defekt und der kleine Kühlkreislauf wird nicht gehalten. Das hat mit dem Temperatursensor nichts zu tun.

Die Lambdasonde kann nicht bei 1 bleiben. Das ist eine sogenannte Sprungsonde: https://www.mein-autolexikon.de/abga...rungsonde.html

Ich habe damals bei ähnlichen Problemen alle Schläuche an denen eventuell Falschluft anliegen könnte abgesucht. Dabei ist es erst mal nebensächlich ob das im warmen oder kalten Zustand ist.

Und die Zündkerzen sowie die Zündkabel sind noch alle in Ordnung?

Atakpame 23.09.2019 14:32

Zitat:

Zitat von Raven761 (Beitrag 1855518)
Eventuell ist dein Thermostat defekt und der kleine Kühlkreislauf wird nicht gehalten. Das hat mit dem Temperatursensor nichts zu tun.

Die Lambdasonde kann nicht bei 1 bleiben. Das ist eine sogenannte Sprungsonde: https://www.mein-autolexikon.de/abga...rungsonde.html

Ich habe damals bei ähnlichen Problemen alle Schläuche an denen eventuell Falschluft anliegen könnte abgesucht. Dabei ist es erst mal nebensächlich ob das im warmen oder kalten Zustand ist.

Und die Zündkerzen sowie die Zündkabel sind noch alle in Ordnung?

Hallo Raven,
Also die Zündkerzen habe ich vor drei Jahren genau wegen diesem Problem ausgetauscht. Die Zündkabel sehen gut aus, mehr kann ich dazu nicht sagen. Kann ich die irgendwie testen? Wie gesagt, ich will nichts mehr auf Verdacht austauschen müssen.

Heute gucke ich mir die ganzen Leitungen genauer an. Und ich werde etwas länger fahren und erneut die Temperatur auslesen.

Atakpame 23.09.2019 16:15

Ich habe jetzt bei laufendem Motor mit Bremsenreiniger auf die Leitungen und den Flansch der Zentraleinspritzung gesprüht. Das geht nicht besonders gut, weil ich da mit der Sprühdose nicht gut rankomme. Jedenfalls ändert sich dabei am Laufverhalten des Motors nichts.
Habe auch an allen Zündkabeln gewackelt, auch an dem zentralen Kabel zwischen Spule und Zündverteilerdose, auch das ändert am Laufverhalten nichts.
Kann es überhaupt daran liegen, wenn er doch im kalten Zustand keine Probleme macht?

Ich erinnere mich noch, als ich die ganze Jettronic abgeschraubt hatte, waren die Dichtungen an dem Flansch komplett platt also eben mit dem restlichen Flansch. Auf den neuen bei ebay kann ich sehen, dass der Gummi etwas absteht. Aber ich habe da wirklich fest angezogen, damit das dicht ist.
Was nun?
Bin gerade am überlegen ob ich das nicht doch auf Verdacht wechseln sollte, da gibt es auf ebay welche ab 11,50.

Könnte ein kaputter Thermostat das Ruckeln und Ausgehen des Motors auslösen?

90.MusicForLife 23.09.2019 18:07

Also die Dichtung solltest du auf jedenfall neu machen
Wenn ich das richtig verstehe hast du die Jetronic mal demontiert und mit der alten Dichtung wieder aufgesetzt
Das geht nicht gut

Atakpame 23.09.2019 19:08

Zitat:

Zitat von 90.MusicForLife (Beitrag 1855534)
Also die Dichtung solltest du auf jedenfall neu machen
Wenn ich das richtig verstehe hast du die Jetronic mal demontiert und mit der alten Dichtung wieder aufgesetzt
Das geht nicht gut

Ich hatte die Jetronic mehrmals ab. Tatsächlich? Ist das so empfindlich? Hätte ich nicht gedacht.

90.MusicForLife 23.09.2019 19:14

Doch, ich kenn mich mit den kleinen Motoren nicht so aus, aber was ich im Laufe der Jahre gelernt habe ist, das gerade diese Dichtung eine DER Schwachstellen ist, wobei Schwachstelle etwas unpassend ausgedrückt wäre, ist eben ein sehr empfindlicher Bereich für Falschluft

Atakpame 23.09.2019 19:14

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Hallo Leute, kurze Info.
Ich habe jetzt noch einige der Unterdruckschläuche ausgetauscht. Von den alten bleibt nur einer, der hinter dem Behälter mit dem Scheibenwasser im Radkasten verschwindet, an den komme ich nicht ran.

Außerdem habe ich einen Ohmmeter an das Drosselklappenpotentionmeter gehängt und die Widerstände gemessen.
Der Widerstand zwischen den beiden äußeren Pins (siehe Foto) ist immer der gleiche: ca. 1.4 OHM, unabhängig von der Stellung der Drosselklappe. Das kann doch wohl nicht richtig sein, oder?
Müsste sich der Widerstand nicht ändern, wenn man Gas gibt?
Wie ist das bei euch?
Das ist doch wohl nicht richtig,

Atakpame 23.09.2019 19:19

Zitat:

Zitat von 90.MusicForLife (Beitrag 1855537)
Doch, ich kenn mich mit den kleinen Motoren nicht so aus, aber was ich im Laufe der Jahre gelernt habe ist, das gerade diese Dichtung eine DER Schwachstellen ist, wobei Schwachstelle etwas unpassend ausgedrückt wäre, ist eben ein sehr empfindlicher Bereich für Falschluft

Na gut, heute Abend lese ich noch die Temperatur des Kühlwassers nach einer etwas längeren Fahrt um das auszuschließen. Und dann werde ich wohl auf Verdacht die Dichtung tauschen.
(Aber wenn ich an der Jetronic ruckle, ändert sich am Motorverhalten nichts, und der Bremsenreiniger hat auch nichts bewirkt)

Ich habe wegen der Sache jetzt schon augetauscht:
1. Zündkerzen (2 mal)
2. Leerlaufregler
3. Kühlmittelgeber
4. Lambdasonde
5. Jetronic gereinigt
6. Verteilerfinger
7. Verteilerkappe
8. Katalysator

Irgendwann ist genug.

Danke für den Hinweis auf jeden Fall. Die 20 Euro werden jetzt auch nicht mehr den großen Unterschied machen.

Teletubby 23.09.2019 19:24

Zitat:

Zitat von Atakpame (Beitrag 1855538)
Müsste sich der Widerstand nicht ändern, wenn man Gas gibt? Wie ist das bei euch?

Bei meiner ausgebauten intakten Einspritzeinheit waren die Widerstandswerte wie auf nachfolgenem Foto. Sie sind alle mit demontiertem Drosselklappensteller gemessen worden, damit die Klappe wirklich ganz zu gehen kann:
http://www.golf3.de/direktupload/201...1569259434.JPG

Atakpame 23.09.2019 19:30

Zitat:

Zitat von Teletubby (Beitrag 1855540)
Bei meiner ausgebauten intakten Einspritzeinheit waren die Widerstandswerte wie auf nachfolgenem Foto. Sie sind alle mit demontiertem Drosselklappensteller gemessen worden, damit die Klappe wirklich ganz zu gehen kann:
http://www.golf3.de/direktupload/201...1569259434.JPG

Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich Deine Zeichnung richtig verstehe:
Auf den beiden äußeren Kontakten hattest du immer einen festen Wert von 943 Ohm?

Atakpame 23.09.2019 19:36

Liste der Anhänge anzeigen (Anzahl: 1)
Ich habe soeben das hier gefunden> Es ist wohl doch so, dass der Widerstand zwischen den beiden äußeren Kontakten immer gleich ist

Teletubby 23.09.2019 21:58

Zitat:

Zitat von Atakpame (Beitrag 1855541)
Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich Deine Zeichnung richtig verstehe:
Auf den beiden äußeren Kontakten hattest du immer einen festen Wert von 943 Ohm?

Ja genau, klappenstellungsunabhängig. Du verstehst es richtig.


Zitat:

Zitat von Atakpame (Beitrag 1855538)
Außerdem habe ich einen Ohmmeter an das Drosselklappenpotentionmeter gehängt und die Widerstände gemessen.
Der Widerstand zwischen den beiden äußeren Pins (siehe Foto) ist immer der gleiche: ca. 1.4 OHM, unabhängig von der Stellung der Drosselklappe.

Deine 1,4 Ohm sind demnach zu wenig. Bist Du sicher, dass Du richtig gemessen und abgelesen hast? Können es nicht vilelleicht 1,4 Kiloohm sein? Denn 1,4 Ohm sind schon fast ein Kurzschluss.

Wenn ich mich richtig erinnere, kannst Du die Werte des Drosselklappenpotentiometers auch aus dem Motorsteuergerät auslesen.

Atakpame 23.09.2019 23:15

Neue Messwerte
 
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Hallo Leute,

ich habe heute eine längere Fahrt bergauf gemacht um sicher zu gehen, dass das Kühlwasser auch über 80 Grad steigt. Ich habe einmal oben und einmal unten das Steuergerät ausgelesen.
Beide male ist er während des Auslesens ausgegangen.

Die Graphiken sind im Anhang:
1. Der Lambdawert ist fast immer etwas über 1
2. Die Lufttemperatur war bergauf teilweise -10 Grad. Das ist definitiv falsch. Es war gefühlte +10 Grad warm. Bei der zweiten Messung kamen realistischere Werte heraus. Wie gesagt, der Temperaturgeber ist nicht mal ein Jahr alt.

Also, was soll ich schließen?
1. Falschluft ?
2. Temperaturgeber kaputt?
Zu den Messwerten geht es über diese links:
https://rafklu007.ocloud.de/index.php/s/v07hMFeo9EotzXa

https://rafklu007.ocloud.de/index.php/s/jMUKSSKriu6yMrY


https://rafklu007.ocloud.de/index.php/s/v07hMFeo9EotzXa

https://rafklu007.ocloud.de/index.php/s/jMUKSSKriu6yMrY

Atakpame 23.09.2019 23:43

Zitat:

Zitat von Teletubby (Beitrag 1855546)
Ja genau, klappenstellungsunabhängig. Du verstehst es richtig.




Deine 1,4 Ohm sind demnach zu wenig. Bist Du sicher, dass Du richtig gemessen und abgelesen hast? Können es nicht vilelleicht 1,4 Kiloohm sein? Denn 1,4 Ohm sind schon fast ein Kurzschluss.

Wenn ich mich richtig erinnere, kannst Du die Werte des Drosselklappenpotentiometers auch aus dem Motorsteuergerät auslesen.

Das werden dann wohl kOhm sein!
Ja, das hast du geschrieben, ich habe das zumindest in meiner Software nicht gesehen.

Aber werf mal ein Blick auf die Lufttemperatur und den Lambdawert.
Die Lufttemperatur ist gute 20 Grad zu tief und macht dann plötzlich einen Sprung. Der Lambdawert ist immer leicht über 1.

Teletubby 24.09.2019 07:18

Zitat:

Zitat von Atakpame (Beitrag 1855547)
2. Die Lufttemperatur war bergauf teilweise -10 Grad. Das ist definitiv falsch. Es war gefühlte +10 Grad warm. Bei der zweiten Messung kamen realistischere Werte heraus. Wie gesagt, der Temperaturgeber ist nicht mal ein Jahr alt.

Welcher Temperaturgeber? Der für die Temperatur der Ansaugluft? Ich kann mir im Moment nur schwer vorstellen, dass Du den erneuert hast.


Zitat:

Zitat von Atakpame (Beitrag 1855550)
Die Lufttemperatur ist gute 20 Grad zu tief und macht dann plötzlich einen Sprung. Der Lambdawert ist immer leicht über 1.

Als ich meine ausgebaute Einspritzeinheit überprüft habe, fiel mir mehr zufällig auf, dass der Temperaturgeber für die Ansaugluft kaputt war. Der Widerstandswert war viel zu hoch, was für das Motorsteuergerät eine viel zu niedrige Lufttemperatur bedeutete. Nach dem Austausch des Gebers, den es bei VW Classic Parts gibt, war alles wieder normal.

Vielleicht ist das bei Dir ja auch so. In meinem Showroom auf Seite 76 ab Beitrag 1506 findest Du bei Bedarf alles, was damit zu tun hat. Einschließlich Widerstandswerte.

Atakpame 24.09.2019 15:12

Zitat:

Zitat von Teletubby (Beitrag 1855555)
Als ich meine ausgebaute Einspritzeinheit überprüft habe, fiel mir mehr zufällig auf, dass der Temperaturgeber für die Ansaugluft kaputt war. Der Widerstandswert war viel zu hoch, was für das Motorsteuergerät eine viel zu niedrige Lufttemperatur bedeutete. Nach dem Austausch des Gebers, den es bei VW Classic Parts gibt, war alles wieder normal.

Hallo Teletubby,
Mensch danke für den Hinweis, bei den Bildern die du gemacht hast, kommt man wirklich gut zurecht und das Auto sieht ja aus wie neu. Aber du hast auch entsprechend Arbeit reingesteckt.

Nein, den Geber für die Luft habe ich nicht getauscht. Das kostet 100 Euro? Wahnsinn, für einen Thermowiderstand und eine Plastikkappe? Hoffentlich ist meiner in Ordnung.
Ich habe die Innenwiderstände gemessen.
1. Lufttemperaturgeber Innenwiderstand: 7kOhm in beiden Richtungen bei einer Außentemperatur von ca. 17 Grad.
2. Einspritzdüse Innenwiderstand: ca. 1.7 Ohm
3. Drosselklappenpotentiometer: Normaler Verlauf, aber alle Werte zu hoch, bei ca. 6kOhm.
Ich werde heute Abend alle Widerstände mit einem anderen Messgerät vermessen, ich traue dem jetzigen nicht, da es krasse Abweichungen hat, wenn man von einer Größenordnung in die andere wechselt.

Als ich in deinem Showroom war, viel mir auf wie achtsam du mit der Einspritzung gewesen bist.
Nur zur Info: ich habe meine vor einem Jahr komplett auseinandergebaut. Ich hatte die Einspritzdüse in der Hand, dieses lamellenartige Ventil auch. Auch die zwei Hälften mit dem Plastik-Interface. Ich habe alles mit Bremsenreiniger entfettet und wieder zusammengebaut.
Danach wurde nichts besser.

Eine Frage zu den Unterdruckschläuchen. Da habe ich alle ausgetauscht bis auf den, der hinter dem Behälter für die Scheibenflüssigkeit im Kotflügel verschwindet. Der hat viel Spiel, wofür ist der gut? Kann der abgerutscht sein? Muss man dazu den Behälter ausbauen? Und die Batterie dann wohl auch?

Teletubby 24.09.2019 19:39

Zitat:

Zitat von Atakpame (Beitrag 1855565)
Nein, den Geber für die Luft habe ich nicht getauscht. Das kostet 100 Euro?

Zwischen 95 und 96 Euro plus Versand, wenn ich mich richtig erinnere.


Zitat:

Zitat von Atakpame (Beitrag 1855565)
Hoffentlich ist meiner in Ordnung.

Ist er wohl eher nicht, siehe unten.


Zitat:

Zitat von Atakpame (Beitrag 1855565)
Ich habe die Innenwiderstände gemessen.
1. Lufttemperaturgeber Innenwiderstand: 7kOhm in beiden Richtungen bei einer Außentemperatur von ca. 17 Grad.

Das ist viel zu hoch. Bei 20° beträgt der Widerstandswert um die 2,5 kOhm, bei 17° sind es laut Diagramm ca. 2,8 kOhm. Bis 7 kOhm geht das Diagramm überhaupt nicht. Der maximale Wert, der sich dort findet, liegt bei etwa 5,5 kOhm, was in etwa 0° entspricht.


Zitat:

Zitat von Atakpame (Beitrag 1855565)
2. Einspritzdüse Innenwiderstand: ca. 1.7 Ohm

Das ist richtig so.


Zitat:

Zitat von Atakpame (Beitrag 1855565)
Als ich in deinem Showroom war, viel mir auf wie achtsam du mit der Einspritzung gewesen bist.

Danke sehr!


Zitat:

Zitat von Atakpame (Beitrag 1855565)
Eine Frage zu den Unterdruckschläuchen. Da habe ich alle ausgetauscht bis auf den, der hinter dem Behälter für die Scheibenflüssigkeit im Kotflügel verschwindet. Der hat viel Spiel, wofür ist der gut? Kann der abgerutscht sein? Muss man dazu den Behälter ausbauen? Und die Batterie dann wohl auch?

Dieser Unterdruckschlauch geht zum Unterdruckbehälter für die Klimaanlage bzw. Climatronic. Er sitzt auf der linken Radhausschale. Wenn dort etwas undicht ist, bekommt der Motor Falschluft. Du kannst den Schlauch zum Test an seinem anderen Ende = T-Stück abziehen und das dann freie T-Stück-Ende luftdicht verschließen, der abgezogene Schlauch kann so lange offen bleiben.

Atakpame 24.09.2019 21:25

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Zitat:

Zitat von Teletubby (Beitrag 1855570)
Das ist viel zu hoch. Bei 20° beträgt der Widerstandswert um die 2,5 kOhm, bei 17° sind es laut Diagramm ca. 2,8 kOhm. Bis 7 kOhm geht das Diagramm überhaupt nicht. Der maximale Wert, der sich dort findet, liegt bei etwa 5,5 kOhm, was in etwa 0° entspricht.

Dieser Unterdruckschlauch geht zum Unterdruckbehälter für die Klimaanlage bzw. Climatronic. Er sitzt auf der linken Radhausschale. Wenn dort etwas undicht ist, bekommt der Motor Falschluft. Du kannst den Schlauch zum Test an seinem anderen Ende = T-Stück abziehen und das dann freie T-Stück-Ende luftdicht verschließen, der abgezogene Schlauch kann so lange offen bleiben.

Hallo Teletubby,
Ich habe jetzt erneut den Innenwiderstand des Lufttemperaturgebers gemessen, aber mit einem anderen Messegerät.
Ich komme auf 3.95 kOhm bei 16 Grad auf der Climatronic. Das liegt doch schon näher dran.

Wie kam es dazu, dass der gestern beim Auslesen des Steuergeräts -9 angezeigt hat? Keine Ahnung. Übrigens lief er besser als die Temperatur -9 war. Erst als er die richtige, 20 Grad höhere anzeigte, ging das ruckeln los.

Frage: Wenn das Kennfeld bei 5.5kOhm aufhört und das 0 Grad entspricht, wieso zeigte mir gestern das Steuergerät -9 an? Spinnt da jetzt was am Steuergerät?

Morgen werde ich nochmal in aller Ruhe den Drosselklappenpoti vermessen.

Wenn der Lambdawert im warmen Zustand im Standgas nie unter 1 fällt, ist das ein Hinweis auf Falschluft?

Übrigens, siehe Foto, der hat schon was auf dem Buckel.

Teletubby 25.09.2019 07:52

Zitat:

Zitat von Atakpame (Beitrag 1855580)
Ich habe jetzt erneut den Innenwiderstand des Lufttemperaturgebers gemessen, aber mit einem anderen Messegerät. Ich komme auf 3.95 kOhm bei 16 Grad auf der Climatronic.

Das Diagramm ordnet einem Temperaturwert keinen genauen Widerstandswert zu, sondern wegen der Toleranzen der Geber einen Widerstandsbereich. Bei 3,95 kOhm = ca. 4 kOhm sind das Plus 5 ... 13°.


Zitat:

Zitat von Atakpame (Beitrag 1855580)
Frage: Wenn das Kennfeld bei 5.5kOhm aufhört und das 0 Grad entspricht, wieso zeigte mir gestern das Steuergerät -9 an?

Das weiß ich nicht. Zur Sicherheit wiederhole ich es noch einmal: Das Diagramm hört nach unten hin bei 0° auf, das entspricht einem Widerstansbereich von ca. 4,8 kOhm bis 6,5 kOhm. Als ungefähre Mitte dieses Bereiches hatte ich 5,5 kOhm geschrieben. Das heißt natürlich nicht automatisch, dass der Geber unterhalb von 0° keine Infos mehr an das Steuergerät liefert.

Dieses Diagramm gilt übrigens nicht nur für den Lufttemperatursensor, sondern auch für den für die Kühlmitteltemperatur. Es ist auch in den einschlägigen Golf 3 Büchern ("So wird´s gemacht") enthalten. Dort kannst Du es Dir selbst ansehen.

Wenn ich bei meinem Golf 3 mit Motor AAM die Ansauglufttemperatur aus dem Motorsteuergerät auslese, wird mit dem neuen Fühler ziemlich genau die Umgebungstemperatur angezeigt. Meine spätere Suche im Internet hat ergeben, dass dieser Temperaturgeber nicht selten kaputt geht. Das Problem ist dabei erstaunlicherweise nicht der Geber selbst, sondern die elektrische Verbindung vom Stecker zum Geberelement, die durch das Kunststoffmaterial geht. Das war bei meinem auch so, ich konnte das ganz klar messen: Das winzig kleine Geberelement selbst war in Ordnung. Ich habe aber keine Möglichkeit gesehen, eine verlässliche neue elektrische Verbindung innerhalb des Teils zu legen. Deshalb habe ich ein neues verbaut.


Zitat:

Zitat von Atakpame (Beitrag 1855580)
Übrigens, siehe Foto, der hat schon was auf dem Buckel.

Das hat nicht viel zu sagen. Ein gut gewarteter Motor ohne mechanische Schäden läuft im Normalfall auch bei einer höheren Kilometerleistung noch tadellos.

Atakpame 25.09.2019 23:51

Zitat:

Zitat von Teletubby (Beitrag 1855587)
Das Problem ist dabei erstaunlicherweise nicht der Geber selbst, sondern die elektrische Verbindung vom Stecker zum Geberelement, die durch das Kunststoffmaterial geht. Das war bei meinem auch so, ich konnte das ganz klar messen: Das winzig kleine Geberelement selbst war in Ordnung. Ich habe aber keine Möglichkeit gesehen, eine verlässliche neue elektrische Verbindung innerhalb des Teils zu legen. Deshalb habe ich ein neues verbaut.

Das hat nicht viel zu sagen. Ein gut gewarteter Motor ohne mechanische Schäden läuft im Normalfall auch bei einer höheren Kilometerleistung noch tadellos.

Das macht Sinn, die Kabel zum Sensor sind öligen Flüssigkeiten ausgesetzt die langfristig die Weichmacher aus der Isolierung der Kabel herauswaschen. Dann wird alles spröde und das Kabel bricht viel leichter... Ich habe jetzt einen neuen flansch für die Einspritzung bestellt. Veilleicht liegt es ja an der Falschluft, wegen hohem Lambdawert. 100 Euro Investition auf Verdacht ist mir zu viel. Meine 3.95kOhm bei 17 Grad sind ja gar nicht mal so falsch.

Der Motor an dem Auto mag ja noch gut sein, aber er rostet an einigen Stellen.

Atakpame 29.09.2019 23:27

Fehler gefunden
 
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Hallo Leute,

Ich habe den Fehler behoben. Es lag letztlich doch am Flansch unter der Einspritzung.
Als ich den Flansch ab hatte, war mir sofort klar, dass die Dichtung nicht mehr hält. Die Einspritzung selber war verdreckt, die Dichtung am Flansch war komlett platt und voll mit Dreck. Der Dreck lief unter der Dichtung durch.
Ich war also optimistisch als ich den neuen Flansch eingebaut habe. Vorher habe ich noch die Einspriztung mit 1000er und 5000er Schleifpapier sauber geschliffen.

Zusätzlich habe ich auch die letzten Unterdruckschläuche im Motorraum ausgetauscht, jetzt sind alle neu.

Ihr könnt alles an Fotos im Anhang sehen.

Zur Kontrolle habe ich mir noch die Kerzen angesehen. Machen einen guten Eindruck. Die vierte habe ich trotzdem ausgetauscht, weil die Kathode zum Zündkabel verbogen war.

Anschließende Probefahrt verlief problemlos. Der Motor läuft ruhig, wie vorher, er zieht gut an, geht nicht aus und hat auch wieder die ursprüngliche Leistung.

Frage: ist es möglich, dass durch das viele Stottern und Ausgehen der Katalysator in Mileidenschaft gezogen wurde?

Vielen Dank an alle, die mir hier so hilfreich waren.

Teletubby 30.09.2019 06:46

Hallo!

Zitat:

Zitat von Atakpame (Beitrag 1855401)
Diesen Gummiflansch habe ich mir letztes Jahr angesehen, ich konnte keine Risse erkennen. Ich habe, wie hier in Foren beschrieben, bei laufendem Motor and der Monotronic gezerrt, und das hatte keinen Einfluss auf das Laufverhalten.

Zitat:

Zitat von Atakpame (Beitrag 1855708)
Ich habe den Fehler behoben. Es lag letztlich doch am Flansch unter der Einspritzung.

Hier kann man schön sehen, dass man nie eine wahrscheinliche Fehlerquelle vorzeitig ausschließen sollte. Dadurch hat es in diesem Fall über 30 Beiträge im Thread gedauert, bis das Problem gelöst war.


Zitat:

Zitat von Atakpame (Beitrag 1855708)
Frage: ist es möglich, dass durch das viele Stottern und Ausgehen der Katalysator in Mileidenschaft gezogen wurde?

Theoretisch ja, aber die Wahrscheinlichkeit halte ich für gering. Vor allem deshalb, weil das Ruckeln und Ausgehen durch Luftüberschuss infolge des undichten Flansches passiert ist. Kraftstoffüberschuss ist viel schädlicher für den Katalysator.

Ich würde mich mit dieser Frage frühestens dann wieder beschäftigen, wenn es bei der nächsten Abgasuntersuchung Probleme wegen eines zu hohen CO-Wertes gibt.


Zitat:

Zitat von Atakpame (Beitrag 1855708)
Zur Kontrolle habe ich mir noch die Kerzen angesehen. Machen einen guten Eindruck. Die vierte habe ich trotzdem ausgetauscht, weil die Kathode zum Zündkabel verbogen war.

Das würde ich ja eher nicht machen: Nur eine Zündkerze erneuern. Sondern wenn, dann alle. Sie sollten im Interesse gleicher Verbrennungsvorgänge in allen Zylindern alle vom gleichen Hersteller sein und in etwa denselben Verschleißzustand haben.

Freundliche Grüße
Teletubby

Raven761 30.09.2019 09:45

Dann hast du wohl nicht beherzt genug gegen die Monomotronic gedrückt :)

Das war mein Flansch damals:
https://www.youtube.com/watch?v=yE9qomrM614

Grüße und schön, dass du den Fehler gefunden hast. Jetzt solltest du nochmal ein Referenzbild der Lambda-Kurve vorzeigen.

Atakpame 30.09.2019 19:42

Doch noch ein paar Probleme :-(
 
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Hallo Leute,

Ich bin heute nochmals raus und habe eine Probefahrt gemacht um das Steuergerät auszulesen, so wie Raven es vorgeschlagen hat.
Ausgelesenes im Anhang oder unter diesem link:
https://rafklu007.ocloud.de/index.php/s/ni6cdWTJiEKMyPh
Für hohe Auflösung muss man die Datei herunterladen.

Ich bin wieder auf einen Berg gefahren und habe oben mit warmen Motor gemessen.
Der Lambdawert ist jetzt näher dran an 1, oft leicht darüber, und machmal darunter.

Als ich die Klimaanlage angemacht habe, fiel der Lambdawert auf 0.96 (siehe rechts auf der Graphik), die Drehzahl war nicht mehr so stabil und nach ca. 30 Sekunden ging er aus.
Danach wollte er erst nicht anspringen, dann "spuckte" er während der Fahrt aus dem Auspuff (so als hätte jemand Papierkugeln reingesteckt, die jetzt rausgeschossen kommen).

Auf dem Rückweg hat er prompt wieder geruckelt, vor allem wenn ich auf der Geraden leicht Gas gab (z.B. bei 25km/h im dritten Gang), wenn auch längst nicht so schlimm wie vorher.
Wieder zu hause lies ich ihn eine Minute laufen. Die Drehzahl war etwas unstabil und er ging schließlich aus.

Raven: Nein! So dolle an der Jetronic gezerrt wie du habe ich nicht, ich hatte keine Ahnung, dass man so daran herumzerren kann, ohne sie abzureißen... Bei dir konnte man es regelrecht pfeifen hören. Hätte ich das so gemacht wie du, hätte ich vieleicht gemerkt, dass der Flansch kaputt ist.

Teletubby:
Alle Kerzen sind baugleich von NGK und haben ziemlich genau die selbe Abnutzung, aber ich habe auf deine Anraten die alte geradegebogen und wieder eingeschraubt. Ich habe noch einen Satz, denn ich habe wegen des Ruckelns schon zwei mal die Kerzen getauscht.

Was kann ich nun noch machen?
Wie fest muss man den Flansch anschrauben? Ich habe ihn nicht übertrieben angeknackt, schließlich ist das Gummi und der alte ging auch leicht ab.
Und wieso hat die Klimaanalge das Standgas aus dem Gleichgewicht gebracht und den Motor abgewürgt?
Und wieso ruckelt die Kiste IMMER noch?

Es ist zum Haare ausreißen.

Im Anhang noch Bilder der Kerzen. Die erste scheint feucht zu sein.

NACHTRAG:
Gerade eben habe ich die Festigkeit des Flansches geprüft: die vier unteren 10er Schrauben, mit denen der Flansch an der Einspritzung befestigt wird, waren viel lockerer als gestern. Ich habe wohl unterschätzt wie sich das durch die Hitze im Betrieb noch entspannt!
Ich habe also die schwarze Kappe von der Monotronic noch einmal abgeschraubt und alle Schrauben vom Flansch (unten wie oben) fester geschraubt.
Für eine Probefahrt war keine Zeit mehr. Ich schreibe morgen mehr.

Raven761 01.10.2019 09:14

* Dein Lambdawert sieht wesentlich stabiler aus (im Schnitt sollte der um 1 sein).
* Wenn die Klimaanlage aktiviert wird, wird mehr Sprit eingespritzt. Dadurch wird das Gemisch fetter und der Lambdawert sinkt unter 1
* Die Schrauben an der Monomotronic müssen meines Wissens mit 25Nm angezogen werden. Übertreibe es da nicht.

Frage: Hast du das Buch "Jetzt helfe ich mir selbst" bzw. "So wirds gemacht"? Wenn nicht, kann ich dir die wärmstens empfehlen. Ich biete die auch gerade auf Ebay Kleinanzeigen an :)


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