Zitat:
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Zitat von spacer servus spaetbremer,
kannst du diese sache mal etwas genauer und fundierter erläutern?
klingt spannend!
grüße |
Definiere fundierter!
Funktionsweise:
Es gibt 2 mögliche Systeme, die unterschiedliche Komponenten benötigen:
1. passive Systeme: Ein passives System basiert auf einer Kamera mit möglichst großer Linse und Restlichtverstärkung. Meines Wissens werden diese Kamerars bei BMW oder Audi eingesetzt. Das System ist nur begrenzt sinnvoll, da das Bild von relativ schlechter Qualität ist.
2. aktive Systeme: Ein aktives System besteht aus Scheinwerfer (zur Ausleuchtung) und Kamera. Solche Systeme sind deutlich besser in der Hinderniserkennung. Mercedes verwendet hier 2x 55W Glühbirnen mit IR-Filter in den Hauptscheinwerfern.
Rechtliches:
Die Scheinwerfer müssen wie alle Scheinwerfer ein E-
Prüfzeichen/lichttechnische Gutachten haben, sonst sind sie nicht im Starßenverkehr zugelassen und die ABE und Versicherungsschutz erlischt.
Weiterhin müssen die IR-Scheinwerfer an das normale Abblendlicht gekoppelt sein, da IR-Licht nicht sichtbar ist für den Menschen. Wenn kein Licht gesehen wird, ziehen sich auch die Pupillen nicht zusammen und es besteht Erblindungsgefahr.
US-Forum:
In einem der US-Foren wird die Nitemax Ultra-Kamera als Top-Lösung für ein Nachtsichtsystem angepriesen.
Es gibt noch einen Franzosen, der sich die Kamera bestellt hat und eingebaut hat. Die Videos, die ich gesehen habe sind super und auch die Qualität der Bilder ist genial.
Die Kamera hat nur 2 Nachteile:
1. Sie ist sehr teuer, wenn du sie nach Deutschland importierst, zumal sie auch kam zu bekommen ist.
2. Die ist riesig! Die passt unmöglich hinter den Innenspiegel oder über den Spiegel. Das wiederum heisst, dass fleißige Umbaumaßnahmen an der Kamera notwendig sind.
Alternativkamera:
Als Alternative könnte ein Sony Exview-Kameramodul dienen (auch in der Nitemax Ultra verbaut), das über einen 1/3"-CCD-Mount mit einer anderen Linse ausgestattet werden kann (geschätzt 12-20mm).
Allerdings kostet da ein Kameramodul um die 100€ und die Linse nochmal um die 40-50€. Da ist noch kein Gehäuse und noch keine Datenübertragung zum TFT mit drin, geschweige denn irgendeine Art von Videoaufzeichnung.
Und ich bin zuwenig Elektroniker, um solch ein Kameramodul an einem Laptop zum Laufen zu bringen.
Scheinwerfer und Unterbringung:
Weiteres Problem sind entsprechende IR-Scheinwerfer und deren Unterbringung.
Die Reichweite sollten mindestens 80-100m sein. Da sind die Conrad-IR-Scheinwerfer zu schwach und für hinter der Windschutzscheibe zu groß.
Eine Unterbringung im Scheinwerfer ist fast nicht möglich, ausser eine Reihe von LEDs unter/über dem Reflektor, was jeder Cop sieht und nicht hell genug ist. Scheinwerfer in den Stoßfängern sind zu tief, besonders bei cleanen Stoßstangen (wie ich sie hab), wenn sie in den Luftansauggittern untergebracht werden.
Du siehst es sind noch einige Herausfordeungen zu meistern.