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Alt 15.05.2019, 19:32 #1
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Standard Oberflächenrost auf Bremsleitung

Hallo!

Ich rüste bei meinen Golf das ABS Mark20 System nach. Dazu habe ich ja 4 andere Bremsleitungen benötigt.
Die vordere rechte Leitung weißt vom Anschluß am ABS-Hydroaggregat bis zum Knick kurz vor der Querwand so ganz kleine Rostpickeln auf, die beim Abschleifen der Schutzschicht der Leitung auch sofort verschwinden.

Da es hier um Bremsen und somit um die allgemeine Sicherheit des Fahrzeugs geht, würde ich gerne eine Frage in den Raum "werfen" und eure Meinungen dazu hören:

Ich würde den ganzen Abschnitt blankschleifen. Danach lackieren und mit Wachs versiegeln.
Was sagt Ihr dazu? Darf ich das in der Hinsicht auf die Sicherheit machen? Kann diese Aktion der Restaurierung der Leitung gefährlich sein?
ODER
Soll ich eine neue Bremsleitung mithilfe der alten Bremsleitung machen(lassen)?

Mir geht es hier nicht darum, irgendwie Geld zu sparen. Dies kommt bei Teilen, die sehr relevant sind, wie Bremsen oder Lenkung, nicht an. Ich würde diese Leitung nur aus dem Grund, dass diese eine Originale ist, wieder erneuern.
Deshalb möchte ich eure Meinung hören.

Vielen Dank im Voraus.


Grüße
Ante


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Alt 15.05.2019, 19:46 #2
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Standard

Hallo Ante,

weil Bremsleitungen nicht übermäßig teuer sind und weil sie eh ausgebaut ist, würde ich sie erneuern. Das heißt, eine in der passenden Länge fertig gebördelt und mit Anschlussteilen beschaffen und sie dann nach Deinem Muster selbst biegen.

Laut VW Teileliste hat die Bremsleitung zum rechten Vorderrad die Länge 1260 mm. Aber ohne Gewähr! Miss bitte selbst nochmal nach.

Grüße Manfred
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winner (15.05.2019)
Alt 15.05.2019, 21:13 #3
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Sowas würde ich nicht lackieren. Zum einen, weil es (Zumindest für mich) dort nicht auf die Optik ankommt und auch Strapazen ausgesetzt ist. Stattdessen würde ich das leicht anschleifen und mit FluidFilm Gel einpinseln. Nicht normales Fett, Wachs oder ähnliches. FF enthält Lanolin und dieses kann dem Rost das enthaltene Kristallwasser entziehen, wodurch die Korrosion gestoppt wird.

Ich nutze dieses Produkt nun schon viele Jahre, gerade am weinroten Vento, der tagtäglich gefahren wird, bei Wind und Wetter. Es taugt. Auch Schrauben o.ä. "schmiere" ich damit ein. Die gehen auch nach Jahren problemlos auf. Das Mittel gibt es in verschiedenen Viskositäten, meiner Meinung nach sollte man es immer bei arbeiten am Auto "parat" haben. Wenn ich irgendwas gammliges sehe, bzw. Stellen die zum rosten neigen könnten... es wird damit behandelt. Vor allem die Kriechwirkung (Penetrationswirkung) macht es so überlegen.

https://www.youtube.com/watch?v=uCUqpbPXaDI

Kriechwirkung verdeutlicht:
https://www.youtube.com/watch?v=8YbhEgeUNN0

Einen Nachteil hat es aber:
Gummiteile vertragen sich nicht unbedingt damit.
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winner (15.05.2019)
Alt 15.05.2019, 21:13 #4
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ich würde sie auch erneuern, wie Manfred es schon erwähnte kostet das nicht die Welt, mir ist es den Aufwand mit entrosten und lackieren nicht Wert, da bin ich schneller mit selber biegen und habe Gewissheit das die Leitung neu ist.

https://www.werkzeuge-berlin.de/hand...nge-3-bis-6-mm

mit dieser Biegezange arbeite ich, und sie hat sich schon lange bezahlt gemacht sie ist bei anderen Anbietern sogar noch günstiger zu bekommen

mich würde noch der Verlauf der Leitung interessieren, geht sie über den BKV zur Spritzwand ? oder geht sie neben den anderen 3 Leitungen nach unten weg ?

es gibt 2 Möglichkeiten, da ich den Sinn über den unterschiedlichen Verlauf der Leitung noch nicht so genau verstanden habe

vorne Rechts wird über den BKV zur Spritzwand geführt



alle Leitungen gehen nach unten weg, vorne Rechts geht neben den HBZ zur Spritzwand


Geändert von Frank22 (15.05.2019 um 21:16 Uhr)
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Alt 15.05.2019, 21:32 #5
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Hallo!
Zitat:
mich würde noch der Verlauf der Leitung interessieren, geht sie über den BKV zur Spritzwand ? oder geht sie neben den anderen 3 Leitungen nach unten weg ?
Die Leitung, die ich habe, verläuft nach unten, also nicht über den BKV.
Lackieren würde ich die Leitung nicht komplett, sondern nur bis zur Querwand.
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Alt 16.05.2019, 08:07 #6
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Ich meine das der Tüv es nicht toll findet, wenn die Leitungen lackiert werden, weil der Prüfer dann den genauen Zustand nicht mehr erkennen kann.
Entweder neu und mit Wachs versiegeln oder die alte Leitung ein bisschen abschleifen und mit Wachs versiegeln.
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Alt 16.05.2019, 08:17 #7
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Ab Werk bzw. vom Hersteller her sind die Leitungen doch auch lackiert. Meistens in einem olivgrün, manchmal auch schwarz und andere Farben.

Dem Prüfer würde ich auch entgegnen, dass bei einer Handentrostung, je nach Rostgrad, auch nie alles entfernt wird, gerade "Porenrost". Wachs, Fett etc. bewirkt da nicht viel, sofern nichts dabei ist was den "Rost" durchdringt. Gibt dafür ja vieles... Lanolin, Leinöl, Isocyanate... gilt natürlich auch für "normale Lacke".

Aber hier wird einfach das beste sein: Neue Leitung fertigen. Brauchts halt n gutes Bördelgerät. Konnte mir zum Glück eines leihen.
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Alt 16.05.2019, 09:10 #8
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Hallo Frank,

Zitat:
Zitat von Frank22 Beitrag anzeigen
es gibt 2 Möglichkeiten, da ich den Sinn über den unterschiedlichen Verlauf der Leitung noch nicht so genau verstanden habe

vorne Rechts wird über den BKV zur Spritzwand geführt

alle Leitungen gehen nach unten weg, vorne Rechts geht neben den HBZ zur Spritzwand
die Version auf Deinem zweiten Foto kannte ich bisher noch nicht.

Ich vermute, dass es mit dem Hitzeschutzblech zu tun hat, das den Bremskraftverstärker und den Hauptbremszylinder vor der Auspuffhitze schützen soll. Auf Deinem zweiten Foto gibt es dieses Blech nicht.

Auf Deinem ersten Foto (= spätere Version) ist dieses Blech vorhanden. Es würde eine Verlegung der Leitung wie auf dem zweiten unmöglich machen. Deshalb nehme ich an, dass mit Einführung dieses Blechen der Verlauf der Bremsleitung zum rechten Vorderrad nach oben verlegt wurde.

Mein Cabrio und mein Variant haben die Version des ersten Fotos.

Grüße Manfred

Geändert von Teletubby (16.05.2019 um 09:23 Uhr)
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Alt 16.05.2019, 10:25 #9
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Standard Oberflächenrost auf Bremsleitung

Es ist zwar Offtopic, aber auch bei meinem Variant gingen 2 Leitungen oben entlang. Auch den Aufkleber mit der Teilenummer auf dem BKV, wie es Telemanfred mal in einem anderen Thread beschrieben hatte, gab es nicht. Stattdessen war diese auf der Rückseite des BKVs eingestanzt. Ich tippe darauf, dass es zu Abweichungen bei den Zulieferern kam. Oder mal eine Charge anders gefertigt wurde um zu testen, ob es gegf. schneller bzw günstiger geht.


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Geändert von mimi (16.05.2019 um 10:27 Uhr)
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Alt 17.05.2019, 10:22 #10
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Mir hat ein TÜVer mal gesagt, den Rost von den Leitungen abschleifen von Hand und dann einfetten reicht in der Regel. Der Vorteil ist, man muss das System nicht öffnen. Bei zuviel Rost muss man aber doch tauschen, das sagt er mir dann aber, wenn nötig.

Wenn die Leitungen sowieso schon ab sind, kann man auch gleich tauschen. Es gibt ganze vorgefertigte Bremsleitungssätze im Handel. Oder man kauft Meterware und macht dann alles selbst. Zum Biegen braucht man keine teure Spezialzange, da reichen Gegenstände mit unterschiedlichen Durchmessern, um die man die Leitung dann drum rum biegt. Auch Freihandbiegen geht, wenn man vorsichtig ist. Wer ganz sicher gehen will, füllt die Leitung vorher mit Sand, dann kann sie nicht knicken. Muss man hinterher halt gut durchspülen.




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Alt 18.05.2019, 01:01 #11
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Ne Bremsleitung mit Sand füllen, na das sind ja hier mal tolle Tipps! Auf keinen Fall!
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Alt 18.05.2019, 15:12 #12
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Bei 1260mm würde ich versuchen im Handel eine fertige Leitung 1300mm zu bekommen, die sind spottbillig komplett fertig zu bekommen.


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