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Alt 27.05.2016, 15:34 #1
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Standard Originale DOKA-Schaltung herstellen

Hallo!

Erstmal eine Begriffserklärung:

EINKA = Einkammerscheinwerfer
DOKA = Doppelkammerscheinwerfer

Die DOKAs geben der Fahrzeugfront nicht nur im ausgeschalteten Zustand eine flottere Linie, sie haben auch einen lichttechnischen Vorteil: Bei den EINKAs werden sogenannte Bilux-Birnen verwendet, bei denen die Glühfäden für Fahr- und Fernlicht in einer Birne vereint sind. Bei den DOKAs gibt es dafür je zwei getrennte Birnen in den beiden Kammern eines Scheinwerfers.

Wenn man bei den EINKAs von Fahr- auf Fernlicht umschaltet, verlischt der Fahrlichtfaden und der Fernlichtfaden geht an. Bei den DOKAs ist das anders: Wenn man von Fahr- auf Fernlicht umschaltet, geht die Fernlichtbirne an, aber die Fahrlichtbirne leuchtet weiter, sodass jetzt also zwei Birnen pro Scheinwerfer brennen. Das führt zu einer besseren Ausleuchtung der Fahrbahn. Dies wird mit einer leicht veränderten Schaltung der Scheinwerfer realisiert.

Für eine Umrüstung von EINKAs auf DOKAs gibt es die sogenannte "C-Brücke", die auf Steckplatz 10 der Zentralelektrik zu stecken ist. Dies bewirkt die veränderte Schaltung. Fahrzeuge, die schon ab Werk DOKAs haben, haben die geänderte Schaltung ohne die Brücke. Dafür haben sie einen leicht geänderten Kabelstrang von der Zentralelektrik (ZE) zu den Lenkstockschaltern. Das lässt sich natürlich auch nachträglich machen. Wie das geht, zeige ich hier:

Der Kabelstrang von der ZE zu den Lenkstockschaltern hat bei normal ausgestatteten Fahrzeugen (= ohne MFA und ohne GRA) auf der Seite der ZE drei rote Stecker. Ausgebaut sieht er so aus:


Die nötige Modifizierung findet im bereich des Steckers J statt. Das ist auf dem nächsten Foto der rechte. Am sichersten unterscheiden kann man die roten Stecker an den auf dem Foto gut erkennbaren kleinen Codierungsbolzen, die falsches Einstecken verhindern:


Zur besseren Orientierung hier noch ein Foto einer Skizze der Rückseite der ZE mit Bezeichnungen von allen Steckern und ihren Pins. Achtung: Gegenüber dem eingebauten Zustand der ZE ist auf der Skizze oben und unten vertauscht!


Der Stecker J hat in EINKA-Ausführung am Pin 2 ein weiß/schwarzes Kabel und an Pin 3 ein gelbes. An diese Kabel müssen wir ran.

1. Schritt: Das gelbe Kabel aus Kammer 3 etwa 5 cm vom roten Stecker entfernt durchschneiden:


2. Schritt: Das von der Schnittstelle zum Lenkstockschalter gehende Ende des gelben Kabels kurzschlusssicher isolieren oder aber dieses Kabelteilstück ganz entfernen. Es wird nicht mehr benötigt.

3. Schritt: Das vom roten Stecker J kommende Ende des gelben Kabels etwa 15 mm lang blank machen. Dabei möglichst keine Kupferader beschädigen:


4. Schritt: Das weiß/schwarze Kabel vom Pin 2 des Steckers neben die gerade blank gemachte Stelle des gelben Kabels halten und am weiß/schwarzen Kabel denselben Bereich blank machen, ohne das Kabel durchzutrennen. Das geht am besten dadurch, dass man die Isolierung an beiden Enden des blankzumachenden Bereiches mit einem kleinen Seitenschneider o.ä anknabbert:


Dann die Isolierung, beginnend an einer der beiden Knabberstellen, mit einem Messer in Längsrichtung aufschneiden:


Schließlich die Reste der Isolierung in diesem Bereich komplett entfernen. Dabei möglichst keine Kupferader beschädigen:


5. Schritt: Das blanke Ende des gelben Kabels um den blanken Bereich des weiß/schwarzen Kabels herumdrillen:


6. Schritt: Den Verbindungsbereich verlöten:


7. Schritt: Den Verbindungsbereich isolieren, am besten mit Gewebeband:


Fertig! Der Kabelstrang kann jetzt wieder eingebaut werden. Und fertig ist die DOKA-Schaltung, die ohne Brücke auf der ZE auskommt. Bei Fahreugen mit DOKAs ab Werk ist das ganz genau so gemacht. Mit dem einzigen Unterschied, dass die Verbindungsstelle nicht verlötet, sondern verschweißt ist. Schwarzes Gewebeband zur Isolierung gibt es dort auch.



Achtung! Wichtig! Im Falle einer Rückrüstung auf EINKAs muss diese Veränderung unbedingt rückgängig gemacht werden. Andernfalls würden bei Fernlicht beide Glühfäden in den Biluxbirnen der EINKAs gleichzeitig leuchten. Damit wären die Birnen hoffnungslos überfordert, weil sie so ausgelegt sind, dass immer nur ein Glühfaden leuchten darf.

Freundliche Grüße
Teletubby



Geändert von Teletubby (27.05.2016 um 16:02 Uhr)
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Alt 30.05.2016, 20:05 #2
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Danke Manfred
Super Anleitung
Theoretisch könnte ich doch auch die kontakte 2+3 direkt im Stecker Brücken oder ?
Muss das gelbe Kabel in dem fall Trotzdem gekappt werden ?
ruebe ist offline  
Alt 30.05.2016, 22:02 #3
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Zitat:
Zitat von ruebe Beitrag anzeigen
Theoretisch könnte ich doch auch die kontakte 2+3 direkt im Stecker Brücken oder ? Muss das gelbe Kabel in dem fall Trotzdem gekappt werden ?
Nein, das gelbe Kabel muss nicht gekappt werden; es kann liegen und auch angeschlossen bleiben, wenn man in den Stecker J eine Brücke baut.

Die Brücke macht ja nichts weiter als dafür zu sorgen, dass das Fahrlicht auf jeden Fall eingeschaltet wird, sobald der Lichtschalter auf Stufe 2 gedreht wird, unabhängig von der Stellung des Abblendschalters.

Ich habe das TUT mit Absicht so gemacht, wie es ist, weil ich zeigen wollte, wie es ab Werk gelöst ist.

Grüße Teletubby


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